Siegen. Zu viel Medienzeit, Gewichtszunahme, Waschzwang: Kinder und Jugendliche leiden im zweiten Lockdown stark. Doch Hilfsangebote sind rar.

Ein Szenario wie derzeit hat Nina Aulmann nach 15 Jahren im Beruf noch nicht erlebt. "Es findet vielerorts eine Degeneration der Kinder statt. Das ist beispiellos", sagt die Psychotherapeutin für Kinder und Jugendliche in Siegen. "Jeden Tag bekomme ich Mails mit Hilfegesuchen. Freie Therapieplätze sind Mangelware und mehr als dringend notwendig." Dramatisch für all jene, denen die Corona-Pandemie und ihre Folge in den eigenen vier Wänden über den Kopf wachsen. Und das sind viele.