Hagen. „Parsifal“ von Richard Wagner kann sehr langweilig sein. Im Theater Hagen ist die Oper spannend wie ein Horrorfilm. Das sind die Gründe.

Nach der Apokalypse gibt es im Konsumtempel zwar noch Plastikschrott in Hülle und Fülle, aber nichts Grünes mehr. Das Paradies ist verloren, der Garten Eden verdorrt. Die Gralsritter lernen nichts daraus. Das Theater Hagen zeigt jetzt Richard Wagners letzte Oper „Parsifal“ in einer bildstarken Inszenierung als Passionsgeschichte im Spiegel von Krieg und Raubbau. Das Haus kann stolz sein auf diese Produktion, die in tragenden Partien mit eigenen Sängern besetzt ist, denn die musikalische Leistung ist herausragend. Das Publikum bedankt sich nach der Premiere mit langem Beifall im Stehen.