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Auf Spurensuche nach den echten „Suttroper Diamanten“

Foto: Tanja Frohne

Suttrop.   Dass es zwischen farbenfrohen Korallenriffen und den Hügeln des nördlichen Sauerlandes einen Zusammenhang gibt, erschließt sich nicht auf Anhieb.

Doch tatsächlich sähe die Landschaft rund um Warstein ohne die Korallen heute womöglich ganz anders aus. Vor 380 Millionen Jahren bildete sich aus den Kalkschalen verschiedener Lebewesen eines Korallenriffs der Warsteiner Riffkalk – ein Rohstoff, auf den die Bevölkerung seit Jahrtausenden zurückgriff.

Bis 1951 gab es auch im Warsteiner Ortsteil Suttrop Kalköfen, dann geriet die Tradition langsam in Vergessenheit.

„Wir wollten das Kalkbrennen wieder in Erinnerung rufen“, erklärt Albert Weber, Vorsitzender des Heimatvereins, wie vor zehn Jahren die Idee entstanden ist, wieder einen Kalkofen aufzubauen. Mit dem Know-how der letzten verbliebenen Zeitzeugen wurde ein originalgetreuer und voll funktionsfähiger Nachbau errichtet. Jedes Jahr am zweiten Sonntag im August wird der Ofen befüllt und entzündet, dann feiert Suttrop sein Kalkofenfest.

Inzwischen ist um den Kalkofen herum ein Geopark entstanden, dessen Besuch ganzjährig lohnt: In einer Freiluft-Ausstellung werden Fragen zu Tektonik und Geologie erläutert, ein Erlebnispunkt bietet die Aussicht in einen aktiven Steinbruch – und mit etwas Glück finden Besucher sogar die berühmten „Suttroper Diamanten“.

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