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Gigabit-Masterplan setzt Brenschede mit Düsseldorf gleich

Hans-Josef Vogel ist Regierungspräsident des Regierungsbezirkes Arnsberg.

Hans-Josef Vogel ist Regierungspräsident des Regierungsbezirkes Arnsberg.

Foto: Christian Jungwirth

Die schlechte digitale Infrastruktur soll der Vergangenheit angehören. Das ist aus vielen Gründen wichtig. Ein Gastkommentar von Hans-Josef Vogel.

Mit dem neuen „GigabitMasterplan.NRW“ geht das Land NRW die schlechte digitale Infrastruktur an. Die WP hat darüber berichtet.

Das ist besonders wichtig für Südwestfalen als Flächenregion. Der „GigabitMasterplan“ stellt die Flächenregionen oder den „ländlichen Raum“ der Großstadtregion gleich. Regionale Unterschiede in der digitalen Versorgung werden ausgeglichen: Sundern-Brenschede wie Düsseldorfs Kö. Denn es geht bis 2025 um ein flächendeckendes Gigabitnetz für alle und vorrangig bis 2022 für alle Schulen und Gewerbegebiete. Dafür stehen NRW-weit insgesamt fünf Milliarden Euro zur Verfügung.

Digitale Infrastruktur hat breitgefächerten Einfluss

Die digitale Infrastruktur in Gigabit-Geschwindigkeit ist Grundvoraussetzung, dass sich auch im ländlichen Raum neue digitale Dienstleistungen und Produkte entwickeln, junge Menschen Perspektiven gewinnen, heimische Unternehmen wettbewerbsfähig bleiben und Herausforderungen einer zahlenmäßig abnehmenden und älter werdenden Bevölkerung zum Beispiel im Gesundheitswesen, in der Mobilität oder im Handel bei der Versorgung mit Gütern des täglichen Bedarfs positiv gestaltet werden können.

Digitale Infrastruktur macht digitale Urbanität im ländlichen Raum möglich – ohne die Enge der Großstadt und unabhängig von Einwohnerzahlen.

Dies gelingt insbesondere dann, wenn Unternehmen und öffentliche Verwaltungen den digitalen Wandel aus sich selbst heraus vorantreiben, wenn sie Innovationen gegenüber offen sind und das Neue suchen, wenn wir alle lernen, digital zu denken und Digitalität zu verstehen.

Mehr Zeit für Wichtiges

Wenn wir offen sind, behalten wir die Fäden in der Hand und gewinnen das, was wir gewinnen wollen – zum Beispiel mehr Zeit, um das Wichtige und Spannende zu tun, bessere Daten für unsere Entscheidungen und Arbeitsergebnisse in Krankenhäusern, in Betrieben, in Stadt- und Regionalplanung, neue Wirtschaftskraft, bessere Lebensqualität. Das bedarf großer Anstrengung.

Die Regionale Südwestfalen 2025 mit ihrem Hauptthema „Digitalisierung“ eröffnet Südwestfalen zusätzliche Unterstützung, gemeinsam Neues auszuprobieren, zu lernen und besser zu werden.

Wir alle haben es in der Hand, ob der digitale Wandel Südwestfalens Schicksal oder Südwestfalens Zukunft wird.

Ein Gastkommentar von Hans-Josef Vogel

Hans-Josef Vogel ist Regierungspräsident des Regierungsbezirkes Arnsberg. Der gebürtige Werler hat dieses Amt seit dem 1. September 2017 inne, zuvor war der Jurist 18 Jahre lang Bürgermeister der Stadt Arnsberg.

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