Außenansicht

Leben auf dem Land hat eine hohe Qualität

Dr. Anke Fuchs-Dreisbach, Wahlkreis 127, Siegen-Wittgenstein 2

Dr. Anke Fuchs-Dreisbach, Wahlkreis 127, Siegen-Wittgenstein 2

Foto: Manuela Nossutta

Hagen.  Was den Kleinstädten und Dörfern in Südwestfalen gut tun würde, wäre ein größeres kulturelles Angebot, um junge, Menschen auf dem Land zu halten.

Abends einfach mal raus – ins Konzert, Theater oder in eine hippe Bar. Das ist in den großen Städten kein Problem. Im ländlichen Bereich sieht es etwas anders aus. Was den zahlreichen Kleinstädten und Dörfern in Südwestfalen guttun würde, wäre ein größeres kulturelles Angebot. Das kann ein Grund dafür sein, warum viele, häufig junge, Menschen vom Land in die Stadt ziehen.

Dabei bietet der ländliche Raum zahlreiche positive Lebensperspektiven! Südwestfalen ist die stärkste Industrieregion in NRW! Das heißt, sichere Arbeitsplätze und gute Arbeitsbedingungen sind garantiert. Hier kann man sich auf eine gute Ausbildung verlassen und in den ansässigen Unternehmen Karriere machen. Dazu kommt, dass das Leben auf dem Land günstiger ist als in der Stadt. Haus und Land sind hier noch erschwinglich und dem Traum vom Eigenheim mit Familienidylle steht nichts im Weg. Kurz gefasst: Hier kann man sich ein gutes Leben aufbauen und eine Familie gründen. Lebensqualität wird auf dem Land groß geschrieben! Die waldreiche Region lädt zum Wandern und Spazierengehen ein. Die frische Luft ist nicht von Abgasen und hohem Verkehrsaufkommen belastet. Diese Naturverbundenheit bietet eine Lebensqualität, die man in den Städten nicht bekommt.

Digitales Entwicklungspotenzial

Ein positives Signal ist, dass es erstmals in der Geschichte der Landespolitik ein Heimatministerium gibt. Unsere Heimat ist nicht nur städtisch, sondern auch ländlich. Viele neue politische Impulse belegen, dass die NRW-Politik von ihrer jahrzehntelangen Konzentration auf die Metropolen abweicht und sich auch den ländlichen Räumen zuwendet. Gewollt ist, dass beide – Metropolen wie auch Regionen des ländlichen Raums – den gleichen Stellenwert genießen und nicht benachteiligt werden.

Im ländlichen Raum steckt noch ein hohes digitales Entwicklungspotenzial, das es jetzt konsequent und nachhaltig zu mobilisieren gilt. Zugegeben: Auch in Zukunft werden noch junge Leute abwandern, aber viele werden bleiben und auch neu aufs Land ziehen, weil sie zunehmend erkennen werden, dass es sich lohnt, in der Region zu leben und zu arbeiten.

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