Kommentar

Bandidos-Verbot: Es darf keine Parallelwelten geben

Michael Koch, Leiter der WP-Titelredaktion.

Michael Koch, Leiter der WP-Titelredaktion.

Foto: WP

Man könnte auch sagen: Lass sie doch machen, die Rocker-Gruppen führen ihre Machtkämpfe ohnehin untereinander aus. Aber das wäre grundfalsch. Nicht nur, weil man am Beispiel Hagen gesehen hat, dass diese Machtkämpfe blutig auf offener Straße ausgetragen werden und man von Glück reden kann, dass kein Unbeteiligter verletzt wurde. Sondern auch, weil der Staat keine Parallelwelten dulden darf.

Der Staat hat das Gewaltmonopol. Und es dürfen nicht irgendwelche archaischen Rocker-Regeln gelten. Ganz zu schweigen davon, dass durch die Machtkämpfe gefährlich viele Waffen in den Umlauf kommen und die Ermittler von Kämpfen um die Vormachtstellung auch im Drogenhandel und der Rotlichtszene ausgehen. Ob das Verbot jetzt die Rocker zu bürgerlichen Menschen macht, darf bezweifelt werden. Aber es macht ihnen die Arbeit deutlich schwerer.

Mehr Artikel aus dieser Rubrik gibt's hier: Sauer- und Siegerland

Leserkommentare (0) Kommentar schreiben