Bayreuther Festspiele 2017

Mein Bayreuth IV: Die Sitten ändern sich

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Bayreuth.Südwestfalen ist nicht nur auf der Bühne im Festspielhaus gut vertreten. Zwei Reihen vor mir sitzt die Mendener Bayreuth-Fraktion. Irene Schunck kommt seit dem Chereau-„Ring“ jährlich auf den Grünen Hügel. Die letzte Auflage dieser epochalen Inszenierung hat sie 1980 gesehen, „wir haben zweieinhalb Stunden lang geklatscht“.

Mendens theaterbegeisterter Altbürgermeister Volker Fleige ist dagegen Hügel-Neuling und macht nur auf Bitten von Irene Schunck einen Wagner-Zwischenstopp auf dem Weg nach Salzburg. Die Mendenerin ist übrigens erst vor kurzem für ihren Einsatz für Flüchtlinge in Berlin geehrt worden. Sie ist verwundert, dass das Publikum neuerdings nach dem ersten Akt des „Parsifal“ klatscht, also nach der Gralsenthüllung.

Das war bisher immer ein regelrechtes Tabu und wäre gerade in Bayreuth mit empörtem Zischen begleitet worden. Aber wenn im Parsifal auch die Zeit stehenzubleiben scheint, in Bayreuth ändern sich die Sitten derzeit merklich.

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