Übernahme

Caritasverband übernimmt Mutter-Kind-Kliniken

Der Caritasverband Brilon übernimmt die Mutter-Kind-Kliniken in Bad Wildungen und Winterberg     

Foto: Caritas

Der Caritasverband Brilon übernimmt die Mutter-Kind-Kliniken in Bad Wildungen und Winterberg      Foto: Caritas

Brilon / Winterberg / Bad Wildungen.  Die Mutter-Kind-Kliniken St. Ursula und Talitha werden ab Januar vom Caritasverband Brilon getragen. Bisheriger Trägerverein übergibt die Leitung

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Der 1. Januar 2018 wird ein Markstein für den Caritasverband Brilon werden. Zum Neujahrstag werden die Mutter-Kind-Kliniken St. Ursula in Winterberg und Talitha in Bad Wildungen unter das große Dach des Caritasverbandes Brilon ziehen. Für die Übernahme der Kliniken wurde die neue Tochtergesellschaft „Caritas Brilon für Gesundheit und Familien gGmbH“ gegründet, in die der ehemalige Trägerverein, der „Caritas Kur- und Erholungsheime im Erzbistum Paderborn e.V.“, überführt wurde. Der Formwechsel wurde jetzt mit dem unterzeichneten Vertrag amtlich und offiziell gemacht.

Spezialisierung wird wichtiger

In den Mutter-Kind-Kliniken wird Kindern und Müttern, zunehmend auch Vätern, geholfen, Wege für ein gelingendes Leben (wieder) zu finden. Familien zu stärken ist ein zentrales Anliegen von Caritas. Das gilt auch und vor allem in Krisenzeiten. Die Kliniken sind u. a. auf Trauerbewältigung beim Tod von Mutter, Vater, Ehepartner oder Kind spezialisiert. Ebenso liegt der Fokus auf Gesundheit und Prävention. Die Behandlung u. a. von Diabetes und Adipositas sind weitere Schwerpunkte. Auch die Angebote für pflegende Angehörige werden ausgebaut.

Aufgrund der Ausrichtung der Kliniken hatte das Erzbistum Paderborn in den vergangenen Jahren die beiden Häuser finanziell gestärkt. Durch den eigens gegründeten Verein, den „Caritas Kur- und Erholungsheime im Erzbistum Paderborn“, wurde ein Träger installiert, der die Geschicke der Kliniken leitete. Auf der Wegstrecke wurden so gemeinsam auch harte Jahre gemeistert und nach langfristigen Perspektiven und Partnern geschaut. Letztere wurden in Gestalt der Caritas Brilon gefunden.

Bereits 2013 wurden die ersten Gespräche zwischen der Caritas Brilon und dem Trägerverein geführt. Daraus wurde zum 1. Januar 2015 ein Geschäftsbesorgungsvertrag für die beiden Kliniken geschlossen. Im Jahr 2017 wurde die mögliche Übernahme durch den Caritasverband Brilon vorbereitet. Dazu wurde der Trägerverein in die neue „Caritas Brilon für Gesundheit und Familien gGmbH“ überführt. Bei der Vertragsunterzeichnung dankte Heinz-Georg Eirund, Vorstand Caritasverband Brilon, für das Engagement des Trägervereins. „Wir freuen uns, dass wir einen starken Träger gefunden haben“, sagte Klaus Tintelott, Geschäftsführer Caritas Kur- und Erholungsheime im Erzbistum Paderborn.

Vernetzung mit Caritas-Angeboten

„Die klare Positionierung für die Kliniken erfolgt vor allem mit Blick auf die Stärkung und Sicherung der Angebote für Familien“, betonte Eirund. Zugleich fügen sich die Kliniken in das Portfolio der Caritas Brilon ein: Es gibt viele Vernetzungspunkte z.B. im Kur- und Erholungswesen, mit der Familienpflege, der Sozialpädagogischen Familienhilfe oder dem Kindergarten St. Andreas. Eirund: „Durch St. Ursula in Winterberg und Talitha in Bad Wildungen wollen wir als Caritas für die Menschen im Südkreis und Waldeck noch sichtbarer werden.“ Nicht zuletzt diene die Eingliederung auch der Zukunftssicherung der Häuser und Arbeitsplätze.

Zum 1. Januar wächst die Dienstgemeinschaft der Caritas Brilon um 150 Mitarbeitende auf insgesamt 1100. „Wir werden auch in Umbau- und Neubaumaßnahmen in beiden Häusern investieren“, kündigt Eirund an.

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