Fortsetzungskrimi

Das Geheimnis der schwarzen Hand, Folge 3

Foto: HSK

Hendrik Schulthof grübelte auf der Fahrt nach Sundern über den Fall. Er hatte wenig Hoffnung, dass ihn die schwarze Hand des Klosterschreibers aus Arnsberg weiterbringen würde, aber es war schließlich seine einzige Spur.

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Am Ortseingang von Sundern wies bereits eine große Hinweistafel auf eine aktuelle Ausstellung in der Stadtgalerie zum Thema „Mystisches Sauerland“ hin. Da die Stadtgalerie mitten im Zentrum lag, hatte er diese schnell gefunden. Als interessierter Journalist wurde er direkt in die Ausstellungsräume geführt.

Tolle Räume in der Stadtgalerie

Fieberhaft schaute sich Schulthof in den hervorragend gestalteten Räumen der Stadtgalerie um. Noch ehe er das Personal nach einem möglichen Verschwinden der schwarzen Hand aus Arnsberg befragen konnte, sah er die Hand bereits als eines der Highlights dieser Ausstellung in einer Vitrine. Grell beleuchtet durch einen Strahler lag dort seine einzige Spur, die sich unmittelbar vor seinen Augen auflöste wie ein Fußabdruck am Sandstrand bei ansteigender Flut.

Ratlosigkeit machte sich in Schulthof breit. „Kann man hier irgendwo zur Ruhe kommen?“ fragte er nach der ersten Enttäuschung einen Mitarbeiter des Hauses. Nach kurzem Zögern erwiderte dieser: „ Zu empfehlen ist da in jedem Falle die neu gestaltete Promenade in Langscheid am Sorpesee. Wer da nicht entspannt, dem ist nicht mehr zu helfen!“

Blick auf den Yachthafen

Dankbar für diesen Tipp machte sich Schulthof auf den Weg. Und tatsächlich: Er fand ein beeindruckendes, fast schon mediterranes Flair vor.

Die Sonne, die sich inzwischen durch die Wolken gekämpft hatte, die Wege mit den Platanen und die bequemen Bänke mit dem Blick auf den Yachthafen machten den so schlecht begonnenen Morgen fast vergessen.

Wasserspiele auf der Promenade

Hendrik Schulthof besorgte sich einen ordentlichen Espresso und für seinen knurrenden Magen ein Croissant. Mit der aktuellen Tageszeitung bewaffnet, setzte er sich auf eine Bank und schaute zunächst den Kindern zu, die sich bei den lustigen Wasserspielen direkt auf der Promenade gegenseitig bespritzten.

Der Espresso tat gut. In der Zeitung stand das Übliche, man konnte es kaum noch hören: Finanzkrise, Pleitestaaten und die endlose Siegesserie von Bayern München, die gestern Abend nach Schalke 04 am vergangenen Wochenende nun auch Borussia Dortmund vom Platz gefegt hatten. „Die bringen auch nichts Neues mehr…“, grummelte ­Schulthof vor sich hin.

Auf den Lokalseiten angekommen, hielt er jedoch plötzlich inne. Eine kleine Meldung machte ihn stutzig. Die Überschrift lautete „Einbruch in Esloher Museum“. Im Bericht selbst wurde geschildert, dass sich Unbekannte Zutritt zum Maschinen- und Heimatmuseum Eslohe verschafft hatten und hier mehrere Gegenstände entwendet wurden. Äußerst interessant! Vielleicht eine professionelle Bande?

Auf nach Eslohe!

Nur widerwillig verließ er diesen entspannenden Ort, nicht ohne sich vorzunehmen, hier später in jedem Falle noch einmal einige Tage Urlaub zu verbringen. Aber jetzt musste er zunächst das Geld dafür verdienen. Er hatte eine neue Spur, der es zu folgen galt – Auf nach Eslohe!

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