Fortsetzungskrimi

Das Geheimnis der schwarzen Hand, Folge 5

Foto: HSK

In Nichtinghausen hatte ein alter Landwirt auf seine Frage nach dem flüchtigen E-Bike-Dieb wortlos Richtung Hennesee gedeutet, so dass auch Hendrik Schulthof diese Richtung einschlug.

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Er bezweifelte allerdings immer mehr, dass der Typ in der roten Jacke, der vermutlich einfach nur zu faul war, „normal“ Rad zu fahren, irgendetwas mit dem Verschwinden der Schwarzen Hand zu tun hatte.

Idylle am Hennesee

Es war inzwischen schon spät. Dunkelheit breitete sich über dem idyllischen Hennesee aus, den der Journalist auf seinem Weg in die Kreisstadt passierte. Trotz bleierner Müdigkeit versuchte er, seine Gedanken zu sortieren und einen anderen Lösungsansatz zu finden...

„5000 Euro…, 5000 Euro …“ Dieser Betrag machte den erfahrenen Journalisten stutzig. Warum „nur“ 5000 Euro Lösegeld?

Gut, diese Summe lag deutlich über dem, was er selbst im vergangenen halben Jahr verdient hatte und war auch weitaus mehr, als er persönlich für die Rückgabe dieses mysteriösen und äußerst unheimlichen Reliktes ausgeben würde. - Der Gedanke an die Kinderhand ließ Schulthof erschaudern. Die Dunkelheit tat ihr Übriges…. Hendrik Schulthof atmete tief durch und versuchte, sich wieder zu konzentrieren.

Die Kirchengemeinde in Bödefeld würde sicherlich auch noch einen viel höheren Preis für die Rückgabe der Schwarzen Hand bezahlen. Und eine weitere Frage beschäftigte ihn: Wo konnten der oder die Täter die Beute verstecken?

Stadt Meschede braucht jeden Cent

In Meschede kamen dafür einige Orte in Frage: Die unterirdischen Gänge der St. Walburga-Kirche, die abgeschiedene Kapelle auf dem Klausenberg, die ehrwürdige Abtei Königsmünster, die Burgruine in Eversberg oder aber auch der alte Tunnel, durch den derzeit noch die Henne floss und der bald im Rahmen der Regionale 2013 geöffnet werden sollte. Da kürzlich noch Führungen durch die Gänge gemacht wurden, würde sich der eine oder die andere dort jetzt gut auskennen… Auch das zurzeit noch leer stehende ehemalige Hertie-Gebäude würde sich anbieten. Allerdings nicht mehr lange, denn in Kürze würden dort die Bauarbeiten zur Umgestaltung der Immobilie beginnen.

Die Stadt Meschede selbst konnte natürlich auch jeden Cent gebrauchen… Das brachte Hendrik Schulthof auf eine wahnwitzige Idee… Er sah die Schlagzeile schon vor sich: „Schwarze Hand für schwarze Zahlen – Journalist überführt Bürgermeister“…

Auf dem Weg nach Bestwig

„Düdeldüdeldü - düdüdeldü“ - Schulthof wurde jäh aus seinen Träumen gerissen, in denen er schon als „Held von Bödefeld“ und „Retter der Schwarzen Hand“ gefeiert wurde. Das Handy. Was Hendrik Schulthof anschließend von Kommissar Wendler hörte, ließ ihn augenblicklich eine gedankliche Entschuldigung an Bürgermeister Uli Hess senden.

Eigentlich war es ja auch klar; 5000 Euro hätten ihm und dem Stadtkämmerer ohnehin nur ein müdes Lächeln abgerungen. Da hätten es schon ein paar Nullen mehr sein müssen. Tja, da waren sie wieder, diese unerklärlichen 5000 Euro. Schulthof setzte eilig seinen Golf Richtung Bestwig in Bewegung. Laut Wendler gab es einen neuen Termin für eine Lösegeldübergabe: In einer Stunde im Bergwerk Ramsbeck. An Schlaf war also weiterhin nicht zu denken…

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