Fortsetzungskrimi

Das Geheimnis der schwarzen Hand, Folge 7

Foto: HSK

Völlig übermüdet traf Schulthof in Olsberg ein, wo er sich auf den Weg zum AquaOlsberg aufmachte. Er marschierte direkt in den Saunabereich. Beeindruckt von der behaglichen Atmosphäre, setzte er sich sogleich in die Grottensauna. „Ist das herrlich hier“, war noch sein letzter Gedanke, ehe er nach dem ersten Saunagang im Ruhehaus einnickte. Mozart riss ihn aus seinem Dämmerschlaf.

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Auch wenn es die kleine Nachtmusik war, die übrigen Gäste der Sauna waren nicht begeistert von seiner Musikeinlage. „Verdammt, ich hab’ das Handy nicht ausgeschaltet“, ärgerte er sich. „Ja, hallo“, sprach er leise ins Handy. „Peter hier. Verstehst du mich jetzt besser?“ „Ja, aber ich bin im AquaOlsberg in der Sauna. Ich kann nicht so laut sprechen.“ „Das passt sich gut, ich bin nämlich auch in Olsberg. Bis gleich.“ Noch bevor Schulthof sich zum zweiten Saunagang aufgemacht hatte, klopfte ihm Kommissar Peter Wendler auf die Schulter.

„Na mein Freund, so sieht man sich wieder. Du scheinst dich hier ja pudelwohl zu fühlen?“ „Stimmt, es ist super hier. Ich muss gleich noch das Solebad ausprobieren.“ Im selben Augenblick schoss Wendler ein Gedanke durch den Kopf.

Die Hand ist bestimmt zur Konservierung im Soletank eingelagert! Das war sie natürlich nicht. Trotzdem genossen die beiden den Saunaabend in vollen Zügen. Das Bier und das gute Essen im Aqua-Restaurant schmeckte ihnen vorzüglich. Es blieb nicht bei einem Bier für jeden. „Du sag mal, Peter, wo übernachten wir denn?“, fiel es Schulthof plötzlich ein.

Schulthof und Kommissar Wendler kraxeln den Borberg hinauf und hoffen, dort das Versteck zu finden

„Ich habe ein Zimmer im Schinkenwirt reserviert. Falls sie dort für dich keins mehr haben, kannst du mit bei mir schlafen.“ Schulthof hoffte inständig, dass das nicht passieren würde. Eine Nacht mit Peter Wendler zusammen im Bett rief bei ihm eine leichte Gänsehaut hervor. Mit dem Taxi im Hotel angekommen, stellte sich zur Erleichterung von Schulthof heraus, dass es noch ein freies Zimmer für ihn gab. Erschöpft fiel er ins Bett. Es war stock dunkel. Das Wasser sah aus wie schwarzer Kaffee.

Auf einmal tauchten sie auf. Schwarze Hände. Überall diese Hände, und er mittendrin. Er musste die Hände einzeln beiseite stoßen, um nicht zu ertrinken. Plötzlich wurde die Tür der Grottensauna von einer schwarzen Hand aufgerissen. Sie hatte einen Zettel zwischen den Fingern. Er wollte gerade danach greifen, als er schweißgebadet aufwachte. Schulthof schaute auf die Uhr. 7 Uhr. Es war Zeit aufzustehen.

Wendler klopfte an die Zimmertür, gerade als Schulthof die Tür öffnen wollte. „Komm, wir müssen los! Eine örtliche Kneippwandergruppe will mit uns auf den nahegelegenen Borberg wandern. Dort soll es geschichtliche Ausgrabungen geben, die ein ideales Versteck für die Schwarze Hand wären.“ „Eine Wanderung, heute, bloß nicht,“ dachte Schulthof. Ein Pochen in seinen Schläfen erinnerte ihn schmerzlich an den gestrigen Abend. Obwohl noch recht früh am Tag, wurde es den beiden ziemlich warm. Als sie die Hälfte des Kreuzweges, welcher zum Aufstieg gehörte, erreicht hatten, war Schulthof völlig fertig. Dass der liebe Gott die kleinen Sünden-Bierchen auch immer sofort bestrafte. „Ist’s noch weit“, presste Wendler hervor, der ebenfalls unter den Nachwirkungen des letzten Abends litt. „Sie haben es gleich geschafft“, entgegnete die Kneipp-Animateurin. Nach gefühlten ewigen Stunden standen sie endlich neben einer Kapelle auf dem Borberg. Die örtliche Polizei war auch schon da. „Wo kommen die denn her?“, fragte Schulthof. Eine Straße von Brilon führte direkt auf den Borberg. Das war zuviel für den Reporter.

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