Wirtschaft 4.0

Digitalisierung für Mittelstand 2017 Thema Nummer eins

Dietmar Zembrot ( Geschäftaführung Trilux), Wolfgang Scheremet (Bundeswirtschaftsministerium), Parlamentarischer Staatssekretär Dirk Wiese (SPD), Semjon Rens (Facebook) und Volker Verch (Geschäftsführer Unternehmensverband Westfaln-Mitte) im Gespräch über Digitalisierung im Mittelstand bei Trilux in Arnsberg.

Dietmar Zembrot ( Geschäftaführung Trilux), Wolfgang Scheremet (Bundeswirtschaftsministerium), Parlamentarischer Staatssekretär Dirk Wiese (SPD), Semjon Rens (Facebook) und Volker Verch (Geschäftsführer Unternehmensverband Westfaln-Mitte) im Gespräch über Digitalisierung im Mittelstand bei Trilux in Arnsberg.

Foto: Lars Heidrich

Arnsberg.   Auch kleine und mittlere Unternehmen haben erkannt, dass an Digitalisierung kein Weg mehr vorbeiführt. Beim Leuchtenexperten Trilux gab es Tipps.

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Die Digitalisierung in der Wirtschaft nimmt weiter Fahrt auf. Während allerdings in einigen Branchen das Tempo schon rasend hoch ist, ist der Zug für kleine und mittlere Unternehmen noch längst nicht abgefahren. Und es gibt durchaus Hilfen beim Zusteigen, wie sich gestern bei einer Diskussionsveranstaltung Industrie 4.0 und Digitalisierung im Mittelstand beim Leuchten- und Lichtspezialisten Trilux in Hüsten herausstellte.

Taufrisch: Staatssekretär Wiese

Dirk Wiese, nach der Kabinettsumbildung in Berlin taufrisch im Amt als Parlamentarischer Staatssekretär im Bundeswirtschaftsministerium, hatte die Veranstaltung initiiert und moderiert. Die ursprünglich als Gast vorgesehene Brigitte Zypries musste wegen des überraschenden und erneuten Aufstiegs zur Bundesministerin und deren Tagesgeschäft - Kabinettssitzung - passen. Am Interesse der rund 200 Gäste aus Unternehmen, Gewerkschaften, Verbänden und Kommunen aus Südwestfalen an „4.0“ änderte die Absage nichts.

Aktuelle Studie von PWC

Dies bestätigt auch eine aktuelle Studie der Unternehmensberatung Price Waterhouse Coopers (PWC) zur Frage: Wie digital sind deutsche Mittelständler? Laut Studie ist Digitalisierung für 90 Prozent der Befragten das Thema Nummer eins im Jahr 2017. Hier hat in den letzten zwei Jahren beinahe ein 180-Grad-Wandel stattgefunden. Während Familienunternehmer und Manager im Mittelstand bei Genauigkeit und Innovationsfähigkeit als besonders gut gelten, zählen laut PWC Veränderungsbereitsschaft, Mut und Schnelligkeit nicht zu den Stärken.

Rahmenbedingungen modernisieren

Dass Südwestfalen 2017 nicht hinter dem Berg schläft, stellte zur eigenen Überraschung der Zypries-Ersatzmann Wolfgang Scheremet, Abteilungsleiter für Industriepolitik im Bundeswirtschaftsministerium, geboren auf der Schwäbischen Alb, nach einem Rundgang bei Trilux fest: „Als Schwabe dachte ich, Industrie sind wir und alle anderen ein bisschen. Heute habe ich anderes gelernt.“

Unternehmen wie Trilux sind auf dem Weg in moderne Arbeits- und Produktionswelten möglicherweise zwar weiter als andere, aber natürlich ignoriert kein Unternehmen den Wandel. Insofern sind die von Bund und Land ins Leben gerufenen Anlaufstellen wie das Mittel­stand 4.0-Kompe­tenz­zen­trum in Dortmund gerade für Unternehmen auf dem Sprung Richtung Digitalisierung sinnvoll.

Bedürfnisse der Beschäftigte

Volker Verch, Geschäftsführer des Unternehmensverbandes Westfalen-Mitte wies durchaus zu recht darauf hin, „dass jedes Unternehmen sehr individuelle Bedürfnisse hat.“ Verch sieht die Tarifpartner, also auch die Gewerkschaften, in einer zentralen, unterstützenden Rolle beim digitalen Wandel in den Unternehmen, etwa bei Festlegung moderner Rahmenbedingungen bei Arbeitszeit und Arbeitssouveränität. „Es ist wichtig zu schauen, was genau die Unternehmen brauchen. Aber wir müssen auch über die Bedürfnisse der Arbeitnehmer reden“, erklärt Verch.

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