Wirtschaft

Dortmund und Südwestfalen kooperieren bei Digitalisierung

Arnsberg.   Die Wirtschaftsförderung Dortmund und die Südwestfalenagentur wollen ab sofort beim Thema Digitalisierung eng kooperieren.

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Beim Thema Digitalisierung werden die Regionen Südwestfalen und Dortmund künftig eng zusammenarbeiten. Eine entsprechende Kooperationsvereinbarung unterzeichneten gestern Abend die Wirtschaftsförderung Dortmund und die Südwestfalenagentur in Arnsberg beim Lichtspezialisten Trilux im Kontext der Planungen für die Regionale 2025 in Südwestfalen.

Brückenschlag

„Ich sehe in der Vereinbarung einen Brückenschlag, um gemeinsam stärker zu werden“, erklärte Dortmunds Chef-Wirtschaftsförderer Thomas Westphal. Unkenrufen, die Westfalenmetropole hätte das Ruhrgebiet vergessen und wendete sich ab, widersprach Westphal. „Aber es ist ein Statement, wie die wirtschaftlichen Verflechtungen Dortmunds sind.“ Tatsächlich verspricht sich die IT-Hochburg Dortmund eine Menge von der Entwicklung gemeinsamer Projekte mit dem ländlicheren Raum vom Sauerland bis zum Siegerland mit seinem starken industriellen Mittelstand. Ziel sei eine Vernetzung zwischen südwestfälischen Unternehmen sowie Dortmunder Hochschulen und Start-ups, um den Wissenstransfer zwischen den Regionen zu beleben.

Dortmund gilt als bundesweit stärkster Ausbildungsort für IT-Kräfte mit einer ausgeprägten Start-up-Szene, die nun offenbar konsequent auf die Möglichkeiten im südwestfälischen Raum aufmerksam gemacht werden soll. Zum Beispiel auch auf die Kompetenz im Bereich Digitalisierung, die im Sauer- und Siegerland mit kleineren Unternehmen und Weltmarktführern im Softwarebereich durchaus längst vorhanden, aber nicht immer ausreichend sichtbar ist. „Wir haben bereits viel Kompetenz im Sauerland, die einfach nicht vernetzt wird“, erklärt Unternehmer Guido Sauerland, dessen Firma Nexoma als IT-Dienstleister beispielsweise e-commerce-Lösungen entwickelt.

Vernetzung und Kommunikation

Im Zuge des Projektes Regionale 2025 soll das Thema einen entscheidenden Anschub in der Region erfahren. „Die Regionale bietet uns die Möglichkeit, Ideen für die Zukunftsfähigkeit in konkrete Projekte umzusetzen“, versichert Andreas Müller, Landrat des Kreises Siegen-Wittgenstein und Aufsichtsratsvorsitzender der Südwestfalenagentur, die mit der Planung und Durchführung der Regionale beauftragt ist und sich nun langsam an das Thema Digitalisierung herantastet. Sie greift Ideen auf wie offene Lebens- und Arbeitsräume für Start-ups und Etablierte. Sogenannte Co-Working-Spaces, wie sie bereits 2016 in der Nachbarschaft des Veranstaltungsortes im Neheimer Kaiserhaus im Zusammenhang mit dem Projekt #mehralsnurwp von jungen Leuten unterstützt von der Initiative Homebase Sauerland bereits initiiert wurde und mittlerweile Gestalt annimmt.

Vernetzung, Kommunikation über das, was an Ressourcen bereits vorhanden ist, scheint also kein ganz falscher Ansatz zu sein, den die Südwestfalenagentur verfolgt. Sicher auch, Experten zu Rate zu ziehen, die sich bereits erfolgreich mit dem Thema Digitalisierung beschäftigen, wie die Gastgeber Trilux mit ihrem Marketing- und Vertriebschef Joachim Geiger. Sein Tipp: „Digitale Transformation funktioniert nur als Mentalität, nicht als Projekt, das ausgesessen werden kann.“ Das muss gelebt werden, zum Beispiel bei der Entwicklung der Regionale.

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