Dürre

Dürre: Ruhrverband drosselt Wasserabgabe aus Talsperren

Spaziergänger gehen durch das Flussbett und den Uferbereich der Bigge bei Olpe, welche durch die Trockenheit freigelegt sind. Der Ruhrverband warnt vor solchen Ausflügen: Die sonst nicht sichtbaren Bereiche der Talsperre sind gefährlich, weil man leicht einsinken kann.

Spaziergänger gehen durch das Flussbett und den Uferbereich der Bigge bei Olpe, welche durch die Trockenheit freigelegt sind. Der Ruhrverband warnt vor solchen Ausflügen: Die sonst nicht sichtbaren Bereiche der Talsperre sind gefährlich, weil man leicht einsinken kann.

Foto: Caroline Seidel

Hagen/Essen.   Der Ruhrverband muss wegen der Trockenheit Wasser sparen. Deshalb fließt nun aus den Talsperren im Sauerland weniger Wassser in die Ruhr.

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Der Ruhrverband verschärft wegen der anhaltenden Trockenheit weiter den Kurs des Wassersparens und schränkt die Abgabe aus allen acht Talsperren im Sauerland ein.

Der Verband hat dazu die Genehmigung des NRW-Umweltministeriums erhalten.

Zustimmung aus Düsseldorf: Ruhr-Pegel kann jetzt Mindestwerte unterschreiten

Mit der Zustimmung aus Düsseldorf kann der Ruhrverband jetzt die gesetzlich festgelegten Mindestwerte an den Ruhr-Pegeln in Schwerte-Villigst und Hattingen unterschreiten und so bis zu 164.000 Kubikmeter Wasser pro Tag weniger aus den Talsperren abgeben. „Das entspricht dem Inhalt von 45 Schwimmbecken in Freibadgröße mit einer Beckenlänge von 50 mal 30 Metern“, verdeutlicht Ruhrverbandssprecher Markus Rüdel auf Nachfrage.

Auslöser für die Sparmaßnahme sind die Wetteraussichten: Anhaltender Regen, der für Nachschub in den großen Wasserspeichern sorgt, ist nicht in Sicht. Auch die Prognose gibt wenig Anzeichen für Entspannung: „Der Niederschlag im November wird weiter unter dem Durchschnitt liegen“, erwartet Rüdel.

Talsperren auf dem niedrigsten Stand seit 1976

Aktuell sind die Talsperren noch zu 47 Prozent gefüllt – der niedrigste Stand in einem November seit 1976 mit damals 33 Prozent. Besonders stark betroffen von den sinkenden Pegeln sind die Möhnetalsperre bei Soest und der Hennesee bei Meschede mit nur noch 37 und 35 Prozent. Ende Oktober hatte der Ruhrverband bereits die Wasserabgabe aus dem Hennesee eingeschränkt.

Die Trinkwasserversorgung durch die 30 Wasserwerke entlang der Ruhr sei noch nicht gefährdet. Markus Rüdel: „Wir gehen davon aus, dass die getroffenen Maßnahmen wirken.“

Auswirkungen auf auf den Rhein

Mit der Einschränkung der Wasserabgabe aus den Talsperren in die Ruhr reduziert sich auch der Zufluss in den Rhein. Der anhaltend niedrige Rhein-Pegel vergrößert die Probleme der Transportschiffer weiter, die schon jetzt deutlich weniger Ladung aufnehmen können.

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