A1

Einer der schlimmsten Unfälle auf Autobahnen rund um Hagen

Die Unfallstelle bot den Einsatzkräften ein Bild der Verwüstung.

Die Unfallstelle bot den Einsatzkräften ein Bild der Verwüstung.

Foto: Alex Talash

Hagen.   Der fürchterliche Unfall mit vier beteiligten Lastwagen auf der A1 war offenbar eine indirekte Folge eines vorhergehenden Unglücks bei Wuppertal.

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Ein Toter, ein lebensgefährlich und ein schwer verletzter Lkw-Fahrer – der Unfall am Montagabend auf der A 1 zwischen Westhofener Kreuz und Raststätte Lennhof gehört zu den schlimmsten Unfällen, die sich in den letzten Jahren auf den Autobahnen rund um Hagen ereignet haben. Nahezu ungebremst prallte gegen 18.50 Uhr der Sattelzug eines portugiesischen Fahrers (44) auf einen am Ende eines langen Staus stehenden Laster auf, dessen Fahrer unbekannter Herkunft in der zusammengequetschten Kabine noch am Unfallort verstarb.

Ungeheure Wucht

Mit welch ungeheurer Wucht die Karambolage erfolgte, lässt sich daran ermessen, dass der Lkw des getöteten Mannes noch einen Anhänger im Schlepptau hatte, der den Aufprall kaum dämpfte. Zudem wurde der Lkw auf den davor stehenden Lkw eines polnischen Fahrers (40) gedrückt und dieser wiederum auf den Lkw eines Mannes (44) aus Litauen. „Dort waren wahnsinnige Kräfte im Spiel“, sagt Sven Schönberg, Sprecher der Autobahnpolizei Dortmund.

Die Folgen waren verheerend. Der Portugiese lag eingeklemmt fast viereinhalb Stunden in seinem total eingedrückten Führerhaus, ehe es der Feuerwehr gelang, ihn freizuschneiden. Mit lebensgefährlichen Verletzungen wurde er in ein Krankenhaus transportiert. Schwere Verletzungen erlitt auch der Mann aus Polen, während sein litauischer Kollege mit leichten Blessuren davon kam.

Umfangreiche Spurensicherung

Aufgrund der langwierigen Rettungs- und Bergungsarbeiten, des Trümmerfeldes, der quer stehenden Laster sowie der umfangreichen Spurensicherung durch die Polizei blieb die Autobahn in Richtung Köln zwischen Westhofener Kreuz und Abfahrt Hagen-Nord die gesamte Nacht hindurch gesperrt und konnte erst am Dienstagmorgen gegen 8 Uhr wieder freigegeben werden.

Der Sachschaden geht in die hunterttausende Euro. Warum der portugiesische Fahrer das Stauende übersah, konnte noch nicht geklärt werden, da der mit dem Tode ringende Mann natürlich nicht vernehmensfähig ist.

Zwei Tote auf A 45

Der Stau war wahrscheinlich die Folge eines anderen schweren Unfalls, der sich am Montagmittag bei Wuppertal ereignet hatte. Dort war ein Lastwagen auf einen mit Kohlenstaub beladenen Silozug aufgefahren, woraufhin die A 1 in beiden Fahrtrichtungen zwischen Wuppertal und Gevelsberg komplett gesperrt wurde. Der Verkehr Richtung Köln staute sich daraufhin bis zur späteren Unfallstelle hinter der Raststätte Lennhof, erst kurz vor dem fürchterlichen Zusammenprall war die Fahrbahn in Gevelsberg wieder freigegeben worden.

Auf der A 45 bei Haßley war es am 10. Mai ebenfalls zu einem schrecklichen Unfall an einem Stauende gekommen. Ein Lastwagen traf einen Transporter und ein Auto so schwer, dass zwei Personen (49 und 50) aus Essen starben.

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