Explosion

Feuerwehrmann getötet: 19-Jähriger von Trümmern erschlagen

Nach der Explosion in einem Mehrfamilienhaus stehen Einsatzkräfte des Technischen Hilfswerkes an dem Haus, in dem bei einer Gasexplosion ein Feuerwehrmann ums Leben kam.

Nach der Explosion in einem Mehrfamilienhaus stehen Einsatzkräfte des Technischen Hilfswerkes an dem Haus, in dem bei einer Gasexplosion ein Feuerwehrmann ums Leben kam.

Foto: Guido Kirchner / dpa

Lienen.  Nach der Gasexplosion in einem Haus in Lienen findet die Polizei im Keller eine Kerze. Warum ein Feuerwehrmann dabei starb, ist nun geklärt.

Der bei einer Gasexplosion in Lienen im nördlichen Münsterland getötete Feuerwehrmann ist von herabstürzenden Trümmerteilen erschlagen worden. Das teilte die Staatsanwaltschaft in Münster nach der Obduktion am Freitag mit. Der 19 Jahre alte Feuerwehrmann war nach komplizierten Bergungsarbeiten am vergangenen Samstag tot aufgefunden worden.

Die Mordkommission geht von einer vorsätzlich herbeigeführten Explosion aus. Es gebe aber derzeit keine Hinweise darauf, dass gezielt Feuerwehrleute getötet werden sollten, sagte Oberstaatsanwalt Martin Botzenhardt.

Ermittler fanden im Keller des Hauses eine Kerze

Bisherigen Ermittlungen zufolge war aus einer im Keller platzierten Flasche Gas ausgetreten. Nun habe man im Keller noch eine Kerze gefunden. Es sei davon auszugehen, dass die Gasexplosion mit ihr herbeigeführt wurde, hieß es aus der Mordkommission.

Die am Tatort sichergestellte Gasflasche und die Kerze würden beim Landeskriminalamt in Düsseldorf auf auswertbare Spuren untersucht. Man hoffe auf DNA-Spuren. Es sei nicht auszuschließen, dass die Tat von einer oder mehreren Personen begangen worden sei, die nicht in dem Haus lebten. Ein Motiv sei weiter unklar

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