OVG Münster

Kampfhund: Klägerin aus Fröndenberg erreicht Teilerfolg

Für die Haltung von Listenhunden gibt es strenge Vorgaben.

Für die Haltung von Listenhunden gibt es strenge Vorgaben.

Münster/Hagen.   Die Verhandlung vor dem Oberverwaltungsgericht Münster endet in einem Vergleich. Klägerin erreicht Lockerung der Maulkorbpflicht für ihren Hund.

Eine gute Stunde lang wurde vor dem Oberverwaltungsgericht in Münster verhandelt – und am Ende gab es kein Urteil. Die Klage einer Fröndenbergerin gegen die Stadt auf uneingeschränkte Befreiung ihres American ­Staffordshire Terriers-Mischlings von der Maulkorbpflicht endete mit einem Vergleich. Lediglich an Schulen, Kindergärten und Kinderspielplätzen muss das Tier in Zukunft einen Maulkorb tragen. In Parks, Grünanlagen und zum Beispiel auf Volksfesten ist der Hund zukünftig keinen Einschränkungen mehr unterlegen.

Teilerfolg

American Staffordshire Terrier zählen nach dem Landeshundegesetz zu den erlaubnispflichtigen Hunden, die wegen ihrer rassespezfischen Merkmale ein höheres Gefährdungspotenzial aufweisen. Kurzform: Kampfhund. Dieses spezielle Tier aber hatte eine Verhaltensprüfung abgelegt, weshalb die Halterin eine Befreiung von der Maulkorbpflicht beantragt hatte, die die Stadt Fröndenberg auch grundsätzlich erteilte. Besonders schützenswerte Bereiche wie Parks, Grünanlagen, Kinderspielplätze, Schulen, Kindergärten und öffentliche Gebäude nahm sie aber von der Befreiung aus. Dagegen klagte die Fröndenbergerin – und erzielte nun zumindest einen Teilerfolg.

Ermessensspielraum

Der erfolgreich bestandene Wesenstest muss bei Kampfhunden nicht automatisch zu einer uneingeschränkten Befreiung von der Maulkorbpflicht führen. Die Stadt Fröndenberg machte von diesem Ermessensspielraum Gebrauch – und einigte sich nun mit der Klägerin auf einen Kompromiss. Ein entsprechender Bescheid muss nun noch erlassen werden.

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