Justiz

Fröndenbergerin klagt gegen Maulkorbpflicht bei Kampfhund

American Staffordshire Terrier wie dieser gehören laut Landeshundegesetz zu den „gefährlichen Hunden“.

American Staffordshire Terrier wie dieser gehören laut Landeshundegesetz zu den „gefährlichen Hunden“.

Fröndenberg/Münster.   Das Oberverwaltungsgericht in Münster urteilt am Dienstag über die Klage einer Fröndenbergerin. Sie will ihren Kampfhund vom Maulkorb befreien.

Muss ein Hund, der im Volksmund Kampfhund genannt wird, in bestimmten Fällen auch dann einen Maulkorb tragen, wenn er und seine Besitzerin alle notwendigen Prüfungen abgelegt haben, die das Tier von dieser Maulkorbpflicht befreien? Die Frage beantwortet heute das Oberverwaltungsgericht (OVG) Münster. Eine Fröndenbergerin klagt gegen die Stadt Fröndenberg, weil die ihren Hund, einen American Staffordshire-Mischling, zwar grundsätzlich von der Maulkorbpflicht befreit hat, diese Befreiung dann aber zugleich für aus Sicht der Stadt besonders schützenswerte Bereiche wie allgemein zugängliche Grün- und Parkanlagen, Spielplätze oder Schulen eingeschränkt hat .

Berufung zugelassen

In erster Instanz vor dem Verwaltungsgericht Gelsenkirchen hatte die Fröndenbergerin ihre Klage gegen die entsprechende Ordnungsverfügung der Stadt verloren. Die Berufung aber wurde vom OVG zugelassen, mit, so Rechtsanwalt Lars-Jürgen Weidemann aus Mülheim, „dem anschließenden Hinweis, dass unsere Rechtsauffassung so falsch nicht sei“. Er geht das Verfahren also entsprechend entspannt an.

Bestüberprüfter Hund des Planeten

American Staffordshire Terrier zählt das Landeshundegesetz zu „gefährlichen Hunden“, für die Leinen- und Maulkorbpflicht gilt. Ausnahmen von dieser Pflicht sind aber möglich; Voraussetzung ist eine Verhaltensprüfung etwa beim Amtsveterinär. Weil die Fröndenbergerin mit ihrem Hund nicht nur diese Prüfung, sondern auch weitere Sachkundenachweise, diverse Lehrgänge und Hundeschulen absolviert habe, nennt Weidemann den American Staffordshire-Mischling den „wohl best­über­prüften Hund auf diesem Planeten“.

Die Stadt Fröndenberg wollte sich vor dem Verfahren nicht äußern.

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