Geburten

Hebammenmangel: Mops-Geburtsstation muss früher schließen

Der Kreißsaal in Hagen-Haspe wird früher geschlossen als geplant.

Foto: Angelika Warmuth

Der Kreißsaal in Hagen-Haspe wird früher geschlossen als geplant. Foto: Angelika Warmuth

Hagen-Haspe.   Die Geburtsstation am Ev. Krankenhaus Mops in Haspe schließt früher als erwartet am 1. Februar. Auch in der Weihnachtswoche ist sie geschlossen.

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Jetzt wird die Geburtsstation am Evangelischen Krankenhaus Hagen-Haspe doch früher geschlossen als geplant: Aufgrund eines akuten Mangels an Hebammen stellt das Mops zunächst von Samstag, 23. Dezember, bis zum Montag, 1. Januar, vorübergehend den Betrieb der Geburtshilfe ein. Am 1. Februar ist dann endgültig Schluss.

Die Gynäkologie und die Urogynäkologie sind davon nicht betroffen. „Der erneute Personalengpass zwingt uns zu diesem Schritt“, erklärt Chefarzt Dr. med. dr hab. Jacek Kociszewski die Situation zwischen den Feiertagen. „Die Sicherheit für Mutter und Kind steht an erster Stelle. Mit zu wenig Fachpersonal können wir diese nicht gewährleisten.“

Eigneltich war Schließung am 31. März 2018 geplant

Anfang Dezember hatte das Krankenhaus am Mops bekannt gegeben, die Geburtshilfe voraussichtlich zum 31. März 2018 zu schließen. „Aufgrund der Personalsituation müssen wir den Betrieb früher einstellen“, sagt nun Olaf Heinrich, Kaufmännischer Geschäftsführer im Hasper Krankenhaus. Ab dem 2. Januar 2018 geht der Betrieb in Haspe weiter. Am 1. Februar 2018 wird dann der Kreißsaal endgültig geschlossen.

„Natürlich ist es eine Herausforderung für ein Krankenhaus, wenn eine benachbarte Geburtshilfe schließen muss”, erläutert der neue Geschäftsführer des Allgemeinen Krankenhauses Hagen, Georg Schmidt. „Dennoch lassen wir keine Mutter mit Kind zurück. Wir werden mit vereinten Kräften alle Eltern über Weihnachten und Neujahr gut versorgen.” Dafür wurden bereits Vorkehrungen getroffen, Dienstpläne abgestimmt und Prozesse geschärft. Für Notfälle stehen die Mitarbeiter in der Kinderintensivmedizin jederzeit bereit.

Krankenhäuser arbeiten an „Geburtshilfe für Hagen”

„Wir nehmen das Projekt ‚Geburtshilfe für Hagen‘ ernst“, erklärt Dr. med. Marc Schüßler, Chefarzt der Frauenklinik und des Perinatalzentrums im AKH. „Wir möchten die beste Lösung für alle Beteiligten finden. Für unser Hebammenteam, aber vor allem, für werdende Eltern in Hagen, die die Chance haben sollten, unmittelbar und sicher begleitet zu werden.”

Um die Versorgung schwangerer Frauen in Hagen auch in Zukunft bestmöglich zu gewährleisten, arbeiten zurzeit das Evangelische Krankenhaus Hagen-Haspe, das Agaplesion Allgemeine Krankenhaus Hagen, die Bezirksregierung Arnsberg und das Gesundheitsamt am Projekt „Geburtshilfe für Hagen”. Die Hebammen des Mops seien am Allgemeinen Krankenhaus herzlich willkommen, s Dr. med. Marc Schüßler, Chefarzt der Frauenklinik und des Perinatalzentrums im AKH.

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