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Ausflüge bei Regen – Höhlen in Südwestfalen

Wirtschaftsminister Garrelt Duin besichtigt die Attahöhle.

Foto: Ralf Rottmann/ Funke Foto Services

Wirtschaftsminister Garrelt Duin besichtigt die Attahöhle. Foto: Ralf Rottmann/ Funke Foto Services

Südwestfalen.  Das Sauerland ist nicht nur das Land der tausend Berge, sondern auch das der Höhlen. Alle sind jedoch nicht für die Öffentlichkeit zugänglich.

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Das Sauerland ist nicht nur das Land der tausend Berge, sondern auch das der tausend Höhlen. Neben zahlreichen, öffentlich zugänglichen Höhlen, die jährlich zig Besucher nach Südwestfalen locken, lohnt es sich auch einen Blick auf die verschlossenen und unter Naturschutz stehenden Höhlen zu werfen. Das ist manchmal überVoranmeldungen möglich, manchmal auch nur für Experten.

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Attahöhle

Die Höhle gilt wegen ihrer farbenprächtigen Stalaktiten, Stalagmiten und Stalagmaten als eine der schönsten Tropfsteinhöhlen Deutschlands. Mit jährlich rund 150.000 bis 200.000 Besuchern, ist die Attahöhle eine der meistbesuchten Schauhöhlen in Deutschland.

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Reckenhöhle

In der im Frühjahr 1888 entdeckten Tropfsteinhöhle können vor allem Heuschnupfen- oder Asthmaerkrankte Linderung finden. Der hohe Feuchtigkeitsgehalt in der Luft der Höhle ähnelt dem Klima an der See oder im Hochgebirge.

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Kulturhöhle Hohler Stein

Der Fels an der Lörmecke wurde in den 30er Jahren entdeckt. Jeweils am ersten Freitag im September findet dort am Abend eine Heilige Messe statt, anschließend gibt es ein Heringsessen mit Pellkartoffeln. Einige rätselhafte Funde haben die Höhle sogar mit geheimnisvollen Nibelungensagen in Verbindung gebracht...

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Balver Höhle

In der größten öffentlichen Kulturhöhle Europas, die 70 Meter tief in den Felsen hineinragt, können bei Konzerten ungefähr 2.000 Menschen die besondere Atmosphäre und Akustik erleben. Seit 2006 wird die Höhle auch zum Public Viewing genutzt.

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Bilsteinhöhle

Die Bilsteinhöhle hat eine Gesamtlänge von etwa 1700 Meter, davon sind etwa 450 Meter als ganzjährig geöffnete Schauhöhle für Besucher zugänglich. Die Tiefe der Höhle beträgt etwa 50 Meter. Das besondere an der Höhle ist ein Bach, der durch die Höhle fließt.

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Dechenhöhle

Die Dechenhöhle ist in 15 einzelne Räume geteilt. Durch den Eingang der Höhle gelangt man in den ersten Höhlenraum, der wegen seines kirchenähnlichen Gewölbes Kapelle getauft wurde. Das Kirchenthema wird auch in der Kanzelgrotte aufgenommen. Sie verdankt ihren Namen einem herabhängenden Felsstück, das wie eine Kirchenkanzel aussieht. Über die Palmengrotte gelangt man dann in die Kristallgrotte. Hier lagert der Höhlenwhisky bei nahezu immer gleichbleibenden zehn Grad. Die konstante Temperatur sorgt für eine ruhige Fassreifung.

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Kluterthöhle

Geheimnisvolle Gänge und versteinerte Lebewesen wie Muscheln und Korallen, erwarten die Besucher der Kluterthöhle. Die Luft in der Höhle gilt als heilkräftig bei Atemwegserkrankungen und Allergien. Im Felsenkeller reift der Klutertkäse heran.

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Blätterhöhle

Die Blätterhöhle ist der heute noch zugängliche Teil einer ursprünglich größeren Felshöhle. Die Funde von Menschenresten aus der späten Altsteinzeit, frühen Mittelsteinzeit und der Jungsteinzeit sind von großer Bedeutung für die archäologische Forschung.

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Bunkerhöhle

Die Bunkerhöhle ist eine Tropfsteinhöhle im Grüner Tal. Sie wurde 1926 entdeckt und im Zweiten Weltkrieg als Luftschutzbunker genutzt.

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Burschenhöhle

Die Höhle befindet sich in der nördlichen Felsengruppe des Karhof-Kalkstein-Massives im Osten des Hönnetals. Bei Grabungen wurden hier Steingeräte aus der Altsteinzeit gefunden. 1992 wurde die Burschenhöhle unter Schutz gestellt.

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Kleine Burschenhöhle

In unmittelbarer Nähe der Burschenhöhle befindet sich die Kleine Burschenhöhle. Die Länge der Höhle beträgt elf Meter. Über einen Kriechgang gelangt man in eine Halle, in der man dann auch stehen kann. In der Halle befinden sich verschiedenen Tropfsteinformen, wie Stalaktiten und Stalagmiten.

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Dahlmannhöhle

Im Osthang des Hönnetals findet man die 31 Meter lange Dahlmannhöhle. Die Höhle befindet sich im Besitz der Rheinisch-Westfälischen Kalkwerke und wurde im Dezember 1991 als Bodendenkmal unter Schutz gestellt.

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Heinrich-Bernhard-Höhle

1943 entdeckten Bernhard Klein und Heinrich Decker die gleichnamige Höhle. Die Höhle läuft über drei Etagen. Die Gesamtganglänge beträgt 192 Meter. Im Innern finden sich Tropfsteinbildungen, größere Stalaktiten und einzelne Stalagmiten. Um die Höhle vor Beschädigungen zu schützen, wurde sie Mitte der 1980er Jahre mit einer Metalltür verschlossen. Die einzigen Besucher sind nun nur noch die Fledermäuse.

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Karhofhöhle

Die Karhof-Höhle gehört zu den ältesten Kulturhöhlen Westfalens. Die Höhle liegt im Karhof-Kalkstein-Massiv, das sich rechts und links der Grübecker Straße erstreckt. Der Name der Höhle geht auf den früheren Eigentümer, den Landwirt Karhof aus Volkringhausen, zurück.

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Muttersteinhöhle

Die Höhle liegt im gleichnamigen Naturschutzgebiet. Im Innenraum der Höhle findet man Aragonitkristalle, Mineralien in Prisma- und Kugelform.

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Ostenberghöhle

Die Höhle hat eine Gesamtlänge von 622 Metern und erstreckt sich über mehrere Etagen. Für die Öffentlichkeit ist sie nicht zugänglich, dient aber Fledermäusen als Überwinterungsquartier.

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Hollenloch

Bei der Höhle, mit einer Ganglänge von über 2700 Metern und einer Tiefe von 92 Metern, handelt es sich um eine der längsten und tiefsten Höhlen des Sauerlandes. Im Innenraum der Höhle wurden Knochen von Höhlenbären und Höhlenhyänen gefunden. Wegen wiederholtem Vandalismus ist die Tropfsteinhöhle für die Öffentlichkeit seit einigen Jahren nicht mehr zugänglich.

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Große Sunderner Höhle

Die Ganglänge der nicht öffentlichen Höhle liegt bei 250 Metern. Die Höhle besteht aus einem verzweigten Röhrensystem. Im westlichen Teil der Höhle nisten Eulen in der sogenannten Eulenhalle.

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Feldhof- und Friedrichshöhle

Die beiden Höhlen gehören zu einem gemeinsamen Höhlensystem, in dem man bei Grabungen Tierknochen entdeckt hat. Entdeckt wurde die auf der westlichen Seite des Hönnetals liegende Höhle Anfang der 1860er-Jahre beim Bau des Binolener Tunnels. Die Ganglänge betrug 55 Meter.

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Frühlinghauser Höhle

Die Höhle ist 18 Meter lang und liegt im Süden des Hönnetals. Sie ist Eigentum der Rheinisch-Westfälischen Kalkwerke.

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Illingheimer Höhle

Vom Eingang führt eine enge Spalte in die Tiefe der Höhle. Anfang 2015 betrug die erforschte Länge der Höhle 120 Meter, wobei der tiefste Punkt der Höhle mit Gesteinsschutt bedeckt ist. In der Höhle finden sich Tropfsteingebilde. Bei Untersuchungen wurden Knochen-Bruchstücke von eiszeitlichen Tieren gefunden.

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Grürmannshöhle

Der Eingang der Grürmannshöhle zeigt die Formation "Pater und Nonne". Der Sage nach lebten hier ein Mönch und eine Nonne zusammen. Als sie einen Bischof in die Lenne warfen, wurden die beiden vom Blitz getroffen und in Stein verwandelt.

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