Kommentar

Ja, 16 Jahre sind ein gutes Wahlalter

Monika Willer

Monika Willer

Foto: Michael Kleinrensing / WP Michael Kleinrensing

Wird das Wahlalter gesenkt, muss sich die Politik um junge Themen kümmern

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16-Jährige dürfen zwar noch keinen Schnaps trinken, aber sie sind eine umworbene, da zahlungskräftige Zielgruppe für die Konsumwirtschaft. Wer kaufen darf bis zum Abwinken, sollte auch sein Landesparlament wählen dürfen.

Da die geburtenstarken Jahrgänge langsam alt werden, stellt die Gruppe der 60-Jährigen den größten Anteil der Wahlberechtigten. Logisch, dass Politiker ihre Ziele an dieser Klientel ausrichten. Lässt man 16-Jährige mitwählen, werden die Parteien gezwungen, junge Themen zu bedienen. Das dürfte dem Land nicht schaden und mehr Jugendliche zur politischen Teilhabe motivieren.

Studien besagen, dass sich junge Menschen leichter manipulieren lassen. Soll das ein Grund sein, sie aus Angst vor extremen Rattenfängern von der Wahlurne fernzuhalten? Nein. Im Gegenteil. Lasst 16-Jährige wählen, damit es endlich einen Grund gibt, das Fach politische Bildung an den Schulen besser auszustatten.

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