Extrem

Joey Kelly fährt 24-Stunden-Rennen im Kettcar von Kettler

Testfahrt: Joey Kelly dreht am Dienstagnachmittag im ersten Kettcar für Erwachsene aus dem Hause Kettler eine Runde am Firmensitz in Ense (Kreis Soest).

Testfahrt: Joey Kelly dreht am Dienstagnachmittag im ersten Kettcar für Erwachsene aus dem Hause Kettler eine Runde am Firmensitz in Ense (Kreis Soest).

Foto: Kai Kitschenberg

Ense/Köln.   Das Unternehmen Kettler aus Ense hat für den Musiker und Extremsportler Joey Kelly ein eigenes Tretauto für einen Spendenmarathon gebaut.

Er ist ein Mann der Extreme. Des Außergewöhnlichen. Zu Fuß zum Südpol ist er gelaufen. 400 Kilometer. Und quer durch Deutschland. Von der Nordsee hinauf zur Zugspitze hat er sich geschleppt. In 18 Tagen. Dazu unzählige Iron-Man-Rennen, Halb- und Vollmarathons. Vier Einträge ins Guinessbuch der Rekorde hat er erreicht. Jetzt soll ein fünfter folgen. Joey Kelly steigt in ein eigens für ihn konstruiertes Kettcar – und wird 24 Stunden in dem Fahrzeug seine Runden drehen. Für den guten Zweck. Profitieren werden viele davon. Auch das Traditionsunternehmen Kettler, das die Spezialanfertigung aufgelegt hat.

Musiker, Ausdauersportler und Unternehmer. So nennt sich Joey Kelly heute, Spross der irisch-amerikanischen Musiker-Großfamilie, deren Fans in den 1990er-Jahre ganze Stadien füllten. „Musik habe ich gerne gemacht, aber sie war nie meine Berufung. Deshalb habe ich auch keine Solokarriere versucht“, sagt Kelly auf unsere Nachfrage. Seine Bestimmung hat er in Ausdauerherausforderungen gefunden. Dafür lebt er. Und engagiert sich. Im November wieder beim Spendenmarathon eines Kölner Privatfernsehsenders. Ein 24-Stunden-Rennen. In Kettcars. 24 Teams treten an – und gegen Joey Kelly in die Pedale, denn Kelly wird als einziger Fahrer die gesamte Zeit durchfahren.

Kettcar extra für Kelly gefertigt

Deshalb ist der Prototyp des Rennautos aus der Entwicklungsabteilung von Kettler auch auf den Extremsportler extrem zugeschnitten. „Die Lenkstange ist verlängert und auf seine Körpergröße angepasst, es gibt eine Gangschaltung, einen Tacho und spezielle Felgen“, zählt Unternehmenssprecherin Stefanie Risse die Besonderheiten auf, die das „erste Kettcar für Erwachsene“ aus dem Hause Kettler ausmachen. Gestern drehte Kelly seine ersten Runden auf einem abgesteckten Kurs – quer durch Ausstellungshalle und über den Parkplatz am Kettler-Standort in Ense im Kreis Soest. Üben will er bis zum Herbst auf Strecken zwischen Köln und Bonn, nahe seiner Siegburger Heimat.

60 weitere Erwachsenen-Kettcars wird Kettler bis zum Wettbewerb herstellen: die Rennautos für die anderen Teams. Bis zu 25 Fahrer/innen dürfen je Team gemeldet werden, die das Fahrzeug in Bewegung halten. Während Joey Kelly seine Runde alleine absolviert. Der Rennwagen-ohne-Motor-Hersteller aus Ense ist ebenfalls als Team dabei. „Die Plätze sind aber noch nicht vergeben“, sagt Stefanie Risse über die Kettler-Besetzung.

Ziele sind wichtig

Von Zielen, die sich jeder setzen muss, um etwas zu erreichen, hat Joey Kelly gestern vor der Kettler-Belegschaft gesprochen. „Durch Bewegung schaffe ich Gesundheit. Und die Energie, die ich brauche, um Ziele zu erreichen“, war so ein Aufruf an die Mitarbeiter, dessen Unternehmen nicht mehr akut bedroht ist, aber wohl noch längst nicht vollständig gerettet. Da ist die Frage nach seinem persönlichen Ziel beim 24-Stunden-Rennen erlaubt. Die Antwort: „Möglichst viel Geld für den guten Zweck zu sammeln!“

Leserkommentare (0) Kommentar schreiben