Kultur

Landespolizeiorchester zieht 2019 nach Hagen

Scott Lawton ist einer von zwei musikalischen Leitern des Landespolizeiorchesters. Er und seine Musiker ziehen nach Hagen.

Scott Lawton ist einer von zwei musikalischen Leitern des Landespolizeiorchesters. Er und seine Musiker ziehen nach Hagen.

Foto: Erwin Pottgießer

Hagen.   Hagen ist um eine Attraktion reicher: Das Landespolizeiorchester zieht von Wuppertal in eine Immobilie nach Bathey.

Das Landespolizeiorchester NRW zieht mit seinen 45 Musikern nach Hagen. Die Musiker, die bislang in Wuppertal auf dem Gelände des Polizeipräsidiums untergebracht sind, kommen in einer ehemalige Immobilie der Fernuniversität in der Straße In der Krone in Bathey unter, die vom Bau- und Liegenschaftsbetrieb NRW (BLB) verwaltet wird.

Den Umzug hat das Ministerium des Inneren auf eine sogenannte Kleine Anfrage des SPD-Abgeordneten Andreas Bialas bestätigt. „Der Planungsprozess zur dauerhaften und fachgerechten Unterbringung sieht eine Verlegung an einen neuen Standort in Hagen vor“, heißt es wörtlich aus dem Ministerium. Umbau und Anpassung des Gebäudes sollen bereits in diesem Frühjahr starten.

Bisheriges Gebäude genügt Anforderungen nicht mehr

Die Immobilie aus dem Jahr 1968 ist 1985 und 1993 erweitert worden. Sie steht nach Auskunft des BLB seit sechs Jahren leer, ist allerdings schadstoffsaniert und genügt den aktuellen Brandschutzanforderungen. Der Flachbau, so teilt das BLB mit, werde nun renoviert.

Der Leiter des Landespolizeiorchesters, Wilhelm Engel, bestätigt den Umzug: „Wir gehen derzeit davon aus, dass wir in der ersten Jahreshälfte 2019 einziehen können.“ Als Gründe für die Verlegung nennt er unter anderem, dass das Gebäude, in dem das Orchester derzeit probt, modernen Anforderungen nicht mehr genüge. Das gelte auch unter arbeitsmedizinischen Gesichtspunkten. „Wir mussten auch von uns aus tätig werden“, so Engel weiter.

Orchester hat bereits im neune Gebäude geprobt

Das neue Zuhause in verkehrsgünstiger Lage an der Autobahn-1-Abfahrt Hagen-Nord hat das Orchester mit seinen beiden musikalischen Leitern Scott Lawton und Hans Steinmeier (einer für klassische Musik, einer für Unterhaltungsmusik) bereits inspiziert. „Es gibt eine Art Kubus, der in der Vergangenheit wohl als Tonstudio genutzt wurde und in dem wir künftig proben werden“, sagt Wilhelm Engel, der als Dienststellenleiter selbst Polizist ist, „dort haben wir bereits in voller Besetzung geprobt. Zum einen, um zu gucken, ob der Platz am neuen Standort reicht. Aber auch, weil wir die Mitglieder des Ensembles in die Entscheidung mit einbeziehen wollten.“

Aus 45 professionellen Musikern (die nicht Polizisten sind) besteht das Orchester, das der Landesregierung zu Repräsentationszwecken und der Öffentlichkeitsarbeit der Polizei dient und in der Region zahlreiche Auftritte (u.a. am 20. Januar auf Initiative des Lions­clubs Ennepe-Ruhr im Gymnasium Gevelsberg) absolviert.

Ein Orchester mit acht Ensembles

Angesiedelt ist es beim Landesamt für Ausbildung, Fortbildung und Personalangelegenheiten der Polizei NRW. „Die Anbindung an die Kommune ist – das sehen wir gerade in Wuppertal – nicht so groß“, sagt Engel mit Blick auf die Auftritte, die das Orchester mit seinen acht Ensembles durch ganz Nordrhein-Westfalen führt.

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