GERICHT

Mädchen aus Raum Olsberg soll mit Messer zugestochen haben

Landgericht Arnsberg

Landgericht Arnsberg

Foto: Rita Maurer

Arnsberg/Olsberg.   Zwei Stiche gegen 16-Jährigen aus Bestwig. Alkohol soll im Spiel gewesen sein. Der Prozess wegen versuchten Totschlags wird fortgesetzt.

Im Prozess wegen versuchten Totschlags ist am zweiten Verhandlungstag vor dem Landgericht Arnsberg die Gerichtsmedizinerin gehört worden. Angeklagt ist ein Mädchen aus dem Raum Olsberg, das am 10. August 2017 in der elterlichen Wohnung einen 16-Jährigen aus Bestwig mit einem Messer verletzt haben soll. Da die Angeklagte minderjährig ist, tagt die 6. Große Strafkammer nichtöffentlich.

Zwei Messerstiche

Drei Jugendliche hatten bei dem Mädchen übernachtet; die Eltern waren nicht zu Hause. Nachdem sich das spätere Opfer an einer Scherbe geschnitten hatte, war es zu einem Streit gekommen, in dessen Verlauf das Mädchen den Jungen mit einem Messer verletzt haben soll. „Laut Rechtsmedizin waren es zwei nicht lebensbedrohliche Stiche: einer ein Zentimeter tief im Brustbein und einer vier Zentimeter tief im Schulterbereich.

Letzterer hat einen ‘Schwalbenschwanz’ hinterlassen. So eine Wunde entsteht bei einem dynamischen Prozess, also bei einem Gerangel“, so Verteidiger Oliver Brock auf Nachfrage unserer Zeitung. Er geht nach wie vor davon aus, dass es sich lediglich um eine gefährliche Körperverletzung handelt.

Alkohol im Fischbecken

Im weiteren Prozessverlauf waren auch die Eltern zur familiären und erzieherischen Situation im Haus gehört worden. Zudem sagte eine Freundin des Mädchens aus; beide waren nach dem Vorfall aus dem Haus geflüchtet. Während des Abends muss auch Alkohol im Spiel gewesen sein. Angeblich soll eine Flasche Klarer in ein Fischbecken gekippt worden sein. Der Prozess wird am 14. Februar fortgesetzt.

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