Mediatoren: Hilfe bei Streit um Flüchtlinge

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Hagen. Wenn an Flüchtlingsheimen künftig Menschen mit grünen Schals, Krawatten, Mützen oder T-Shirts auftauchen: Sie wollen helfen. Sie sind Mediatoren. Sie sind Teil eines bundesweiten Netzwerks, das einer Initiative der Fernuniversität Hagen entspringt.

Viele Menschen, viele Konflikte. In der Flüchtlingskrise drohen sie, besonders intensiv zu werden - zwischen Anwohnern und den in Notunterkünften untergebrachten Menschen, aber auch zwischen Flüchtlingen unterschiedlicher Religionen oder Ethnien. Streitschlichter oder Vermittler könnten helfen, damit die Probleme nicht eskalieren. Wenn sie professionell ausgebildet sind, heißen sie Mediatoren. Für sie bietet die Fernuni seit 1999 Studienprogramme an. Hagener Wissenschaftler haben deshalb Ende Oktober die Idee der Plattform „Grünes Band Mediation“ entwickelt, mit Hilfe dessen Mediatoren sich in die Flüchtlingsarbeit einbringen können. Jetzt war in Hagen die Auftaktveranstaltung mit 40 Teilnehmern.

Moderierte Kontaktzonen

„Es war die kürzeste Vorbereitung in unserer Geschichte“, meint Projektinitiatorin Prof. Katharina Gräfin von Schlieffen. Mediatoren und Experten von Polizei, Stadt, Diakonie und DRK sprachen über moderierte Kontaktzonen zwischen Flüchtlingen und Anwohnern, über die Begleitung von Polizeieinsätzen in Flüchtlingsheimen, Runde Tische und Unterstützung im Umgang mit Ängsten (um die Kinder oder den Wertverlust des Eigentums).

Die Plattform (www.gruenes-band-mediation.de) soll Mediatoren dorthin bringen, wo sie gebraucht werden, die Fachleute mit ihren Sprachkenntnissen und Erfahrungen auflisten und Informationsmaterial anbieten. Zugleich geht es darum, Konfliktfelder zu analysieren, Projektideen zu entwickeln und möglichst bald in die konkrete Arbeit einzusteigen.

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