Castingshow

Mendener Musiklehrer Kim Friehs bei „The Voice of Germany“

Kim Friehs (rechts) mit Smudo und Michi Beck.

Foto: SAT.1/ProSieben/Richard Hübner

Kim Friehs (rechts) mit Smudo und Michi Beck. Foto: SAT.1/ProSieben/Richard Hübner

Menden.   Dieser Auftritt von Kim Friehs (23) begeistert Smudo, Samu Haber und Yvonne Catterfeld. Zunächst hatte die Jury ihn für ein Mädchen gehalten.

Klingt nach einem stressigen Tag: Gerade singt Kim Friehs noch mit Mendener Gesamtschülern auf dem Marktplatz. Drei Stunden später lässt er zur besten Sendezeit auf Pro Sieben mit seiner Stimme Jury und Publikum dahinschmelzen. Die Sendung ist freilich schon längst abgedreht. Kim Friehs kann den Auftritt in Menden also gelassen angehen. Ruhe tut gut. Denn der 23-Jährige zieht als Musiker gerade viel Aufmerksamkeit auf sich. Die Herzen seiner Schülerinnen hat er schon längst erobert.

1,3 Millionen Zuschauer verfolgen Kims Auftritt bei „The Voice of Germany“. Das ist eine von vielen Castingshows im deutschen Fernsehen. Mittlerweile läuft die siebte Staffel. Der Erfolg sei da, weil die Show ja so echt sei und so viel Herz hat, werben die Macher ganz unbescheiden. Kim sitzt also ganz alleine am Klavier, singt den Song „Sign of the times“ von Sara McLachlan. Die Juroren wenden dem Sänger den Rücken zu, weil sie ja nur die Stimme beurteilen sollen. Wer Kim für gut befindet, drückt den Buzzer und schon dreht sich der Stuhl um . Drei Stühle rotieren. Alle zeigen sich total ergriffen. Aus dem Off wird Kims Schwester zugeschnitten. Auch ihr scheint die Musik zu gefallen: „Ahhhh, wie schön.“

Kim wirkt recht unscheinbar. Man könnte ihn für einen Schüler halten. Er singt mit sehr hoher Stimme. Smudo von der Hip-Hop-Combo Fanta 4 gibbelt direkt nach dem Auftritt: „Ist ja ein Typ.“ Auch Coach Mark Forster frozzelt: „Es ist ein Junge!“ Die Stimme ist Kims Markenzeichen, im positiven Sinne. Die Jurymitglieder zeigen sich begeistert. Finnen-Star Samu Haber (Sunrise Avenue) urteilt in holprigem Deutsch: „Ich war geflashed seit Anfang. Wenn du hast gestartet, ich wusste, dieser Song funktioniert in die internationale Radios.“ Samu Haber gratuliert: „Du bist ein Künstler, nicht nur ein Singer.“ Kim ist eine Runde weiter!

Band: Max im Parkhaus

Kim ist alles andere als ein musikalischer Anfänger. Mit seiner Band „Max im Parkhaus“ hat er in der Region viele Auftritte. Er spielt auf Hochzeiten und Geburtstagsfeiern. An der Mendener Gesamtschule begleitet der 23-Jährige Musikprojekte. Er wohnt in Unna. Eigentlich studiert Friehs „Germanistik“ und „Musikpraxis und Neue Medien“ im achten Semester in Münster. Nebenher arbeitet er als Musiklehrer an Schulen. Das geht heute. „Ich hab mich nicht getraut, ein Musikvollstudium zu machen“, gesteht er im Fernsehen.

Die Schülerinnen schwärmen für ihn. Während des Auftritts beim Pogromgedenken durchbricht Gemurmel im Publikum die andächtige Stimmung. Mädchen tuscheln, andere machen Handyfotos und Videos vom Song, den Kim extra für den Gedenktag komponiert hat. Süß sei der Kim, heißt es. Mache auch nix, dass er klein ist. Und dann verrät seine Schwester auch später noch im Fernsehen, dass ihr Bruder noch zu haben sei. Er ist Single!

>>> So geht’s weiter:

Kim Friehs ist bei „The Voice of Germany“ eine Runde weiter. Nach den sogenannten „Blind Auditions“ in der ersten Runde geht es jetzt in die sogenannten Coachings. Der 23-Jährige ist Teil des „Teams Fanta“ mit Smudo und Michi Beck von „Fanta 4“. Das musikalische Training wird in der nächsten Runde begleitet und nach und nach ausgestrahlt. Dann geht es in die sogenannten Battles.

Coachings und Battles wurden bereits aufgezeichnet. Ob Kim eine Runde weiterkommt, will der Sender erwartungsgemäß noch nicht verraten. Der Ausstrahlungstermin steht auch nicht fest. Ab 23. November stehen die Chancen aber gut.

Auch interessant
Leserkommentare (0) Kommentar schreiben
    Aus der Rubrik