Attentat

Merkel entsetzt über Messerangriff auf Altenas Bürgermeister

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) im Mai 2017 in Berlin bei der Verleihung des Nationalen Integrationspreises neben Andreas Hollstein, dem Bürgermeister der Stadt Altena.

Foto: dpa (Archiv)

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) im Mai 2017 in Berlin bei der Verleihung des Nationalen Integrationspreises neben Andreas Hollstein, dem Bürgermeister der Stadt Altena. Foto: dpa (Archiv)

Altena.  Ein Mann hat in einer Döner-Bude den Bürgermeister von Altena mit einem Messer am Hals verletzt. Die Bestürzung über den Angriff ist groß.

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Nach der Messer-Attacke hat Kanzlerin Angela Merkel sich zu Wort gemeldet: „Ich bin entsetzt über den Messerangriff auf Bürgermeister Andreas Hollstein - und sehr erleichtert, dass er schon wieder bei seiner Familie sein kann. Dank auch an die, die ihm geholfen haben.“ Das teilte Regierungssprecher Steffen Seibert am Morgen auf Twitter mit.

Auch NRW-Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) äußerte sich am Montagabend erschüttert über den Anschlag auf Altenas Bürgermeister Andreas Hollstein. "Diese Gewalt in unserem Land gegenüber ehrenamtlich Tätigen, gegen Bürgermeister, die sich um das Wohl ihrer Stadt kümmern, ist verabscheuungswürdig."

Der CDU-Politiker Hollstein war am Montagabend um 20.04 Uhr in einer Dönerbude in Altena von einem betrunkenen Mann mit einem Messer attackiert worden. Dabei wurde der Bürgermeister am Hals verletzt und musste mit dem Rettungswagen ins Krankenhaus gebracht werden, das er jedoch bereits wieder verlassen konnte.

"Es war ein bedrückender Abend"

Der 56-jährige Angreifer soll die Politik Hollsteins kritisiert haben. Die Stadt Altena wurde bundesweit bekannt, weil sie mehr Flüchtlinge aufnimmt, als sie nach dem NRW-Verteilschlüssel müsste. Die Sicherheitsbehörden gehen deswegen von einem politischen Hintergrund bei dem Anschlag aus.

Laschet, der zum Zeitpunkt des Attentats an der Verleihung des Staatspreises des Landes Nordrhein-Westfalen an den Schriftsteller Navid Kermani teilnahm, zeigte sich erschüttert: "Es war heute ein bedrückender Abend. Denn ich habe bei der Verleihung des Staatspreises an Navid Kermani berichtet, wie wir zusammen den Bürgermeister von Altena, Andreas Hollstein, besucht haben - weil Navid Kermani das so beeindruckend fand, dass ein Bürgermeister gesagt hat, ich bin bereit, mehr Flüchtlingsfamilien aufzunehmen", sagte der Regierungschef. "Und dann hat uns um 20 Uhr die Nachricht erreicht, dass auf diesen Bürgermeister ein Anschlag verübt worden ist."

Heiko Maas verurteilt Messerangriff auf Hollstein

Auch Bundesjustiz Heiko Maas (SPD) hat den Messerangriff auf den Bürgermeister von Altena, Andreas Hollstein (CDU), verurteilt. "Schreckliche Nachricht aus Altena", schrieb Maas am Dienstagmorgen bei Twitter und wünschte Hollstein gute Besserung. "Dürfen niemals akzeptieren, dass Menschen attackiert werden, nur weil sie anderen helfen. In unserem Land darf kein Platz sein für Hass und Gewalt", ergänzte der Minister.

NRW-Familienminister wünscht Hollstein alles Gute

Der nordrhein-westfälische Familienminister Joachim Stamp (FDP) schrieb bei Twitter: "Alle guten Wünsche an Andreas Hollstein, dem großartigen Bürgermeister Altenas."

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