Eishockey

2:5! Marko Friedrich redet nach Roosters-Pleite Klartext

Roosters-Torwart Sebastian Dahm hatte viel zu tun.

Roosters-Torwart Sebastian Dahm hatte viel zu tun.

Iserlohn.   Nach der Heimpleite der Iserlohn Roosters gegen Schwenningen sind die Chancen auf die Top Sechs minimal. Was Marko Friedrich so sauer machte.

Rob Daum ließ nicht den geringsten Zweifel aufkommen. „Wir wollen am Ende der Hauptrunde so weit oben in der Tabelle wie möglich stehen“, sagte der Trainer der Iserlohn Roosters kämpferisch. Mit dem 3:1-Heimsieg gegen die Kölner Haie hatten die Sauerländer am Mittwoch ihre Play-off-Teilnahme perfekt gemacht – gegen die Schwenninger Wild Wings sollten am Freitagabend weitere Punkte im Kampf um den direkten Einzug in das Viertelfinale der Deutschen Eishockey Liga folgen.

Sollten.

Als die Sirene durch die Eishalle dröhnte, jubelten lediglich die Gäste über ihren Einzug in die Top Ten und das damit besiegelte Play-off-Aus der Düsseldorfer EG. Die Roosters? Sie verloren ihr Heimspiel mit 2:5 und müssen sich darauf einstellen, die erste Play-off-Runde am kommenden Mittwoch auswärts zu beginnen, obwohl theoretisch noch der Sprung auf Rang fünf möglich ist. Aber: Beim Meister EHC RB München wartet am Sonntag (14 Uhr) die wohl schwerste Aufgabe auf Iserlohn.

„So ein Tor dürfen wie nicht kassieren. Keine Ahnung, was die Gründe für unseren Auftritt sind“, schimpfte Roosters-Spieler Denis Shevyrin in der ersten Drittelpause am Mikrofon von Telekomsport. Während die Sauerländer in Überzahl agierten, hatte Tobias Wörle die Gäste mit 1:0 in Führung geschossen (5. Minute) und dabei eine Fehlerkette im Roosters-Spiel gnadenlos ausgenutzt.

Während sie den Start verschliefen, kamen die Roosters nach dem Gegentreffer etwas besser in die Partie. Allerdings nutzte zum Beispiel Justin Florek eine der besten Chancen nicht zum Ausgleich. Rob Daum sprach deshalb in der ersten Drittelpause klare Worte.

Anthony Camara neu in Iserlohn

Worte mit Wirkung? In der 23. Minute erzielte Blaine Down den Ausgleich zum 1:1. Anschließend nutzten allerdings nur die Gäste eine äußerst unsortierte Roosters-Defensive, um die Weichen auf Sieg zu stellen. Will Acton und Stefano Giliati erhöhten in der 24. Minute innerhalb von 22 Sekunden auf 3:1. Auf Marko Friedrichs Treffer zum 2:3 (25.) folgten die Tore von Mirko Höfflin (35.) und Markus Poukkula (49.) zum 5:2.

„So dürfen wir nicht auftreten. Wir spielen um alles – und laufen ohne Emotionen über das Eis. Ich kann es nicht verstehen“, meckerte Friedrich später. Und: „Es ist eine Frechheit, wie wir über 60 Minuten hier herumgelaufen sind.“

Vor der Partie gaben die Roosters die Verpflichtung des 24-jährigen Kanadiers Anthony Camara von den Graz99ers aus der österreichischen Erste Bank Liga (EBEL) bekannt. Der Stürmer unterzeichnete einen Vertrag bis zum Ende der laufenden Spielzeit. „Aufgrund der Verletzung von Louie Caporusso war es uns wichtig, den Kader noch ein wenig breiter aufzustellen. Das ist uns mit Anthony gelungen“, sagte Manager Karsten Mende.

Doch auch seine gute Laune endete schneller als erwartet.

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