Biathlon

Das DM-Aus und die Folgen für Maren Hammerschmidt

Maren Hammerschmidt muss eine Verletzung auskurieren.

Maren Hammerschmidt muss eine Verletzung auskurieren.

Foto: Imago

Winterberg.   Maren Hammerschmidt, Biathletin des SK Winterberg, kann auch beim zweiten Teil der Deutschen Meisterschaften nicht starten. Was das bedeutet.

Die Gespräche mit den Trainern dauerten lange. Eins stand an deren Ende aber unverrückbar fest: Maren Hammerschmidt wird auch den zweiten Teil der Deutschen Meisterschaften im Biathlon verpassen. Dieser startet am heutigen Freitag um 11 Uhr mit dem Speziallanglauf der Frauen über sechs Kilometer in der DKB Ski Arena Oberhof. Am Samstag steht bei den Damen der Massenstart über 12,5 Kilometer an, am Sonntag die Staffel.

„Ich werde nicht nach Oberhof fahren“, teilte die 28-jährige Hammerschmidt der Westfalenpost mit. Bereits nach Teil eins der DM in Altenberg hatte es schlecht für sie ausgesehen. Eine schmerzhafte Sehnenscheidenentzündung am Fuß behinderte die Winterbergerin derart, dass sie nach Platz elf im Sprint auf die Verfolgung verzichten musste.

Vier Frauen für Weltcup gesetzt

Für Hammerschmidt, deren vergangene Saison nicht wie erhofft verlief, mit dem negativen Höhepunkt, bei den Olympischen Winterspielen nicht in der Staffel starten zu dürfen, ist das DM-Aus ein Rückschlag im Hinblick auf die bevorstehende Weltcup-Saison. Das zeigte sich am Donnerstag in Oberhof.

Der Deutsche Skiverband (DSV) erklärte dort, dass jeweils vier Frauen und vier Männer für die ersten drei Weltcup-Rennen gesetzt sind. Neben Vorzeigeathletin Laura Dahlmeier haben nach den Ergebnissen des vergangenen Winters Franziska Hildebrand, Denise Herrmann und Vanessa Hinz einen Startplatz zunächst sicher. Bei den Männern sind Arnd Peiffer, Simon Schempp, Benedikt Doll und Erik Lesser beim Auftakt in Pokljuka/Slowenien vom 2. bis 9. Dezember garantiert dabei.

Die zwei weiteren Startplätze für den Weltcup und die Plätze für den zweitklassigen IBU-Cup vergibt der DSV anhand der Platzierungen bei der DM – und nach einem Trainerentscheid. „Uns ist ein Konkurrenzkampf sehr wichtig. Das belebt das Geschäft und ist gut für die Entwicklung“, sagte Kristian Mehringer, neuer Disziplintrainer der Frauen.

Karolin Horchler zwei DM-Titel voraus

Nach Jahren, in denen Maren Hammerschmidt als unter anderem Staffel-Weltmeisterin ihr Weltcup-Ticket ebenfalls frühzeitig in der Tasche hatte, muss sie sich eben diesem Konkurrenzkampf wieder stellen. Wie ihr ergeht es den Sauerländerinnen Karolin Horchler (WSV Clausthal-Zellerfeld) und Nadine Horchler (SC Willingen). Beide starten bei der DM in Oberhof – und Karolin Horchler feierte am vergangenen Wochenende jeweils im Sprint und in der Verfolgung den Sieg.

Leserkommentare (0) Kommentar schreiben