Eishockey

Das macht den Iserlohn Roosters Mut für die Play-offs

Marko Friedrich (Mitte) wird von Kevin Schmidt (li.) und Jake Weidner gefeiert.

Marko Friedrich (Mitte) wird von Kevin Schmidt (li.) und Jake Weidner gefeiert.

Foto: Imago

München/Iserlohn.   Marko Friedrich trifft beim Überraschungssieg der Iserlohn Roosters in München doppelt. Sauerländer mit Heimvorteil gegen Pinguins Bremerhaven.

Es ist eine Art Ritual für Karsten Mende. „Während unserer Spiele schaue ich nie auf Ergebnisse der Konkurrenz“, sagt der Manager der Iserlohn Roosters. Beim Hauptrunden-Finale in München macht ihm aber ein Fan seines Klubs spontan einen Strich durch die Rechnung. Als ausgerechnet Zugang Anthony Camara in seinem ersten Spiel in der 52. Minute den Treffer zur 3:2-Führung der Sauerländer gegen den amtierenden Meister EHC Red Bull erzielt, beginnt auch für Mende eine emotionale Achterbahnfahrt.

Denn jener Fan verrät, dass die Roosters auf Grund der restlichen Ergebnisse aktuell auf Rang fünf der Tabelle der Deutschen Eishockey Liga stehen. Heißt: Sie starteten als Neunter in den Spieltag, waren kurz Zehnter und stehen mit Camaras Treffer sogar direkt im Play-off-Viertelfinale.

Friedrichs Tor für den Heimvorteil

Als Marko Friedrich in der Verlängerung erneut trifft und damit den überraschenden 4:3-Sieg beim Hauptrunden-Ersten sicherstellt, reichen diese zwei Punkte aber nicht mehr, da die Kölner Haie beim ERC Ingolstadt einen späten Siegtreffer erzielen und die Adler Mannheim bei den Augsburger Panthern zweifach punkten.

Die Iserlohn Roosters beenden die Hauptrunde als Achter und stehen damit in der ersten Play-off-Runde und starten in diese dank des Sieges in München am Mittwoch um 19.30 Uhr mit einem Heimspiel gegen die Fischtown Pinguins Bremerhaven. Am Freitagabend steht das Auswärtsspiel und am Sonntag eventuell die entscheidende dritte Partie vor heimischer Kulisse um den Einzug ins Viertelfinale an. Gegner dort wären entweder München oder die Eisbären Berlin.

Selbstvertrauen getankt

„Platz acht und Heimrecht – hätte uns das jemand vor der Saison prophezeit, wären doch alle vor Entzücken auf die Bank geklettert und hätten applaudiert“, sagt Karsten Mende am Sonntagabend. Der verpasste direkte Schritt ins Viertelfinale ärgert ihn nicht.

Vielmehr zieht er Zuversicht aus dem Auftritt des Teams in München. „Die Mannschaft hat eine überragende Leistung gezeigt“, sagt Mende. Ähnlich sieht es auch Doppeltorschütze Friedrich, der nach der Pleite gegen Schwenningen noch als Chefkritiker in eigener Sache aufgetreten war. „Dieses Spiel kann uns Mut geben. Wir haben gesehen, dass wir gut spielen können, wenn wir wollen.“

Mende: „Unsere Fans im Rücken“

Sie werden wollen müssen gegen die Fischtown Pinguins, die Roosters. In dieser Saison stehen drei knappe Siege einer ebenso knappen Niederlage gegenüber. „Das ist eine echt unangenehme, schnelle Mannschaft“, sagt Karsten Mende. Aber: „Wir haben Heimvorteil – und unsere Fans im Rücken. Das muss eine Art Faustpfand sein.“

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