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Das Wetter: Weltcup-Auftakt in Lake Placid ohne Viererbobs

Normalerweise ein Team: In Lake Placid fahren Anna Köhler (rechts) und Erline Nolte (links) vom BSC Winterberg aber getrennt.

Foto: Falk Blesken

Normalerweise ein Team: In Lake Placid fahren Anna Köhler (rechts) und Erline Nolte (links) vom BSC Winterberg aber getrennt. Foto: Falk Blesken

Lake Placid/Winterberg.   Bei Olympia sollen sie Medaillen holen, beim Weltcup-Auftakt bleiben die deutschen Viererbobs in der Garage. Auf wen Anna Köhler noch wartet.

Strömender Regen, Temperaturen über null Grad. „Das Wetter spielt verrückt, es herrschen teilweise chaotische Verhältnisse“, berichtet René Spies, Chef-Bundestrainer der deutschen Bobfahrer, im Gespräch mit der Westfalenpost aus Lake Placid/USA. Dort wird am Donnerstag und Freitag die Weltcup-Saison eröffnet – allerdings auf Grund der Witterung mit einem veränderten Programm.

Erline Nolte vertritt Annika Drazek

Die Herren tragen am Donnerstag (21.30 Uhr MEZ) und am Freitag (19 Uhr MEZ) jeweils einen Weltcup im Zweierbob aus. Das geplante Rennen im Viererbob wurde seitens der Veranstalter in Absprache mit dem Weltverband IBSF gestrichen. „Es sind immer wieder Trainingsläufe ausgefallen“, sagt René Spies. Das Risiko, die Viererbobs in den Eiskanal zu schicken, erschien unter dieser Voraussetzungen offenbar als zu groß.

Bei den Damen wird der Weltcup wie geplant am Donnerstag (18.30 Uhr MEZ) ausgetragen. Anschieberin Erline Nolte vom BSC Winterberg startet dabei nicht mit ihrer Stammpilotin und Vereinskollegin Anna Köhler, sondern mit Deutschlands aktuell bester Pilotin, Mariama Jamanka. Diese trat die Reise nach Nordamerika wie berichtet ohne ihre Anschieberin Annika Drazek (BSC Winterberg) an, weil Spies die schnellste Deutsche mit Blick auf die Olympischen Spiele in Pyeongchang/Südkorea im Februar schont. Drazek wird erst beim Heim-Weltcup in Winterberg Anfang Dezember in die Saison starten.

Mit welcher Anschieberin Anna Köhler ihre Weltcup-Premiere und ihren allerersten Wettkampf auf der Bahn in Lake Placid bestreiten wird, steht noch nicht fest. „Vorgesehen war Ann-Christin Strack, doch die hat sich einen grippalen Infekt eingefangen. Wir entscheiden jetzt kurzfristig“, sagt René Spies.

Keine leichte Aufgabe

Mit welcher Anschieberin auch immer, die Aufgabe werde für Köhler und für die weitere deutsche Pilotin, Stephanie Schneider, nicht einfach. „Bei so wenig Trainingsläufen müssen wir abwarten, wie sie sich die Bahn erarbeiten können“, sagt der aus Winterberg stammende Cheftrainer.

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