Leichtathletik

Gina Lückenkemper: Jetzt folgt Feinschliff für Sprint-Sommer

Gina Lückenkemper (Mi.) übergibt den Stab an Rebekka Haase (li).

Gina Lückenkemper (Mi.) übergibt den Stab an Rebekka Haase (li).

Foto: Nozomi Endo/dpa

Yokohama/Soest.   Gina Lückenkemper, der deutsche Sprint-Star, hatte sich rar gemacht. Warum – und wie die Soesterin auf die große Bühne zurückkehrte.

Der erste Teil ihres Planes ging auf – und zwar perfekt. Denn mit der deutschen 4x100-Meter-Staffel sprintete die aus Soest stammende Gina Lückenkemper bei den World Relays in Yokohama in 43,68 Sekunden hinter den USA (43,27) und Jamaika (43,29) auf Rang drei. Damit sicherte sich das Quartett des Deutschen Leichtathletikverbandes (DLV) die Fahrkarte zur Weltmeisterschaft vom 27. September bis 6. Oktober in Doha.

Für Gina Lückenkemper, den 22-jährigen Star der jungen deutschen Sprinterinnen-Riege, waren die Läufe in Japan die Rückkehr auf die große Bühne nach einer längeren und nur vom Start beim ISTAF Indoor in Berlin unterbrochenen Winterpause. „Ich brauchte diese Zeit für mich, um alles, was im vergangenen Jahr passiert ist, aufzuarbeiten“, erklärte sie vor der inoffiziellen Staffel-WM. „Das war doch eine ganze Menge.“

Lückenkemper, die 2017 bei der WM in London als erste Deutsche seit 26 Jahren die 100 Meter unter elf Sekunden (10,95) absolvierte, holte zum Beispiel bei der Heim-EM in Berlin Silber über 100 Meter und blieb sowohl im Finale als auch im Halbfinale unter elf Sekunden.

Mit ihrem Auftritt in Yokohama war Lückenkemper zufrieden. „Die Kurve hat sich mega angefühlt. Insgesamt haben wir mit Platz drei das Optimum herausgeholt“, sagte sie. Nach vier Wochen in Japan mit dem Trainingslager in Okinawa und dem furiosen Finale bei den World Relays wird Lückenkemper am Dienstag wieder in Deutschland landen. Danach geht der Feinschliff für den Sprint-Sommer weiter.

Das perfekte Rennen lässt warten

Den ersten Einzelstart plant sie beim Diamond League Meeting am 16. Juni in Rabat. „Die WM ist für mich der Saisonhöhepunkt, da möchte ich schnell sein“, sagte Gina Lückenkemper, die mittlerweile das Trikot des SSC Berlin trägt, vorausblickend. Am besten mit dem „perfekten Rennen“, auf das sie noch wartet. Und dann – wäre auch Teil zwei ihres Planes für dieses Jahr aufgegangen.

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