Skispringen

50.000 Zuschauer beim Skispringen in Willingen erwartet

Der Sprung in die Menschenmenge beflügelt (hoffentlich): Olympiasieger Andreas Wellinger freut sich wie seine Teamkollegen auf den Kult-Weltcup in Willingen, bei dem über 50.000 Zuschauer erwartet werden.

Der Sprung in die Menschenmenge beflügelt (hoffentlich): Olympiasieger Andreas Wellinger freut sich wie seine Teamkollegen auf den Kult-Weltcup in Willingen, bei dem über 50.000 Zuschauer erwartet werden.

Foto: Arne Dedert/dpa

Willingen.   Beim Kult-Weltcup in Willingen wartet eine satte Zusatz-Geldprämie auf den besten Skispringer. Wir fassen die wichtigsten Infos hier zusammen.

Es gab Jahre, da zitterten die Verantwortlichen fast bis zur letzten Sekunde, ob der Weltcup der Skispringer in Willingen ausgetragen werden könnte. Mal fehlte Schnee und musste mühsam per Lkw heran gekarrt werden, mal war zu viel der weißen Pracht da und musste in höchster Eile mit Schüppen und Raupen von Tribünen sowie von der Mühlenkopfschanze entfernt werden.

Diesmal – gab es zwar auch den einen oder anderen Arbeitseinsatz, aber gefährdet war der Kult-Weltcup im Sauerland nie. Ab Freitag beginnt die Party. Und das müssen die Fans im Vorfeld wissen:

Worum geht es überhaupt?

Zum zweiten Mal wird das Wettkampf-Format „Willingen/5“ aufgelegt. Abgerechnet wird am Sonntag nach fünf Sprüngen von der Mühlenkopfschanze.

Wer nach der Qualifikation am Freitag sowie den Einzelspringen mit jeweils zwei Wertungsdurchgängen am Samstag und Sonntag die meisten Punkte auf seinem Konto hat, streicht neben Punkten für den Gesamtweltcup die Siegprämie von 25.000 Euro ein. Diese wird zusätzlich zu den Preisgeldern der Weltcupspringen (rund 191.000 Euro) ausgeschüttet. Im Vorjahr gewann der Pole Kamil Stoch die Wertung „Willingen/5“.

Das Teilnehmerfeld

61 Skispringer aus 13 Ländern sind für „Willingen/5“ gemeldet. Beim Team-Weltcup zum Auftakt werden zehn Mannschaften an den Start gehen. Norwegens Trainer Alexander Stöckl hatte nachgemeldet, behält sich jedoch nach weiteren Untersuchungen seiner verletzten „Sorgenkinder“ Daniel Andre Tande und Andreas Stjernen eine kurzfristige Änderung vor. Auf jeden Fall werden die Top 17 der aktuellen Gesamtweltcup-Wertung am Start sein.

Diese Deutschen springen

Bundestrainer Werner Schuster bietet in Willingen Markus Eisenbichler, Richard Freitag, Karl Geiger, Martin Hamann, Stephan Leyhe, Constantin Schmid und Olympiasieger Andreas Wellinger auf.

„Auch die jungen Springer, insbesondere Martin Hamann, etablieren sich im Weltcup, für alle anderen ist Willingen eine weitere Chance, an der WM-Form zu feilen“, sagte Schuster. Und: „Markus Eisenbichler steigt nach einer Regenerationswoche erholt ins Willinger Heimspiel ein. Drei Wettkämpfe sind ein besonders intensives Programm. Willingen ist aber immer ein Skisprungfest. Auf das Teamspringen freuen wir uns besonders.“ Das Ziel ist klar: „Wir wollen um die Podestplätze mitstreiten und mit Erfolgserlebnissen abreisen“, sagte Schuster.

Wetter für Fans und Stars

Willingens OK-Chef Jürgen Hensel rechnet an den drei Tagen mit 50.000 plus x Zuschauern – am Freitag 13.500, am Samstag 23.500 (ausverkauft) und am Sonntag 20.000.

Die Tageskassen sind nur am Sonntag geöffnet. Mehr sind nach den großen Zeiten mit Sven Hannawald und Martin Schmitt nicht mehr zur Mühlenkopfschanze gepilgert. Auch die Wettervorhersagen mit Sonne und wenig Wind stimmen mehr als positiv.

Ratschläge für die Anreise

Allen Besuchern wird empfohlen, per Bahn anzureisen, da die Parkplätze in Willingen begrenzt sind. An allen drei Wettkampftagen verkehren neben den planmäßigen Zügen zwischen Brilon-Wald, Willingen und Korbach zusätzliche Sonderzüge. Mit dem Pkw anreisende Besucher werden am Samstag und Sonntag von Polizei und Feuerwehr auf die zur Verfügung stehenden Parkflächen eingewiesen. Darüber hinaus sind am Samstag und Sonntag Pendelbus-Linien aus, unter anderem, der Richtung Brilon-Wald vorgesehen.

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