Skeleton

Jacqueline Lölling untermauert ihren Status als Nummer 1

Jacqueline Lölling ist das Maß aller Dinge im deutschen Skeletonsport.

Jacqueline Lölling ist das Maß aller Dinge im deutschen Skeletonsport.

Foto: Ralf Rottmann

Schönau am Königssee/Winterberg.   Für den Weltcup ist sie gesetzt, trotzdem stellte Jacqueline Lölling ihr Können am Königssee unter Beweis. Warum Alexander Gassner jubelte.

Als hätte es die Sommerpause nicht gegeben: Im ersten Rennen der Selektion zum Weltcup-Team für die Saison 2018/19 untermauerte Skeleton-Star Jacqueline Lölling (RSG Hochsauerland) ihre Stellung als Nummer eins in Deutschland.

Zwar führen die offiziellen Ergebnislisten Tina Hermann als Siegerin, weil Lölling auf Grund ihrer bei den Olympischen Winterspielen 2018 gewonnenen Silbermedaille für den Weltcup gesetzt ist und außer Konkurrenz startet, doch die schnellste Gesamtzeit im Eiskanal am Königssee erreichte die aus Brachbach stammende Siegerländerin. 1:44,63 Minute standen nach zwei Läufen für die 23-jährige Bundespolizistin zu Buche, ihren Top-Speed von 109,491 km/h schaffte ebenfalls keine andere Starterin.

„Besonders wichtig für mich ist allerdings, dass ich mit 5,10 Sekunden zweimal eine neue persönliche Startbestzeit gelaufen bin“, sagte Lölling, amtierende Weltmeisterin und Gesamtweltcup-Siegerin, nach dem Auftakt der Selektion. Bereits am Samstag steht am Königssee ein weiteres Rennen an, bevor die Skeletonis erst nach Altenberg und dann nach Winterberg reisen, wo die Durchgänge drei und vier ausgetragen werden.

Gassner siegt bei den Herren

Hinter Hermann (1:44,82) landeten am Freitag Corinna Leipold (+1.02 Sekunde) und Susanne Kreher zeitgleich auf Rang zwei. Janine Becker und Hannah Neise (beide BSC Winterberg) belegten die Plätze vier und sechs (+1.03/+1.72) und sind auf Tuchfühlung zu den zwei noch zu vergebenen Plätzen im Weltcup-Team.

Bei den Herren raste mit Alexander Gassner (BSC Winterberg) ein Athlet des Stützpunkts im Hochsauerland auf Rang eins. „Es lief sehr gut“, sagte Olympiateilnehmer Gassner, für den die Zeitnahme insgesamt 1:41,97 Minute notierte. Er lag damit vor Axel Jungk (+0.06) und Felix Seibel (+0.81). Der 21-jährige Seibel vom BRC Hallenberg sorgte mit seinen Fahrten für die Überraschung des Tages.

Seibel bleibt bescheiden

„Der Intercontinental-Cup ist bisher das große Ziel“, sagte er anschließend bescheiden. Seibel, amtierender Deutscher Meister, ergänzte mit Blick auf die drei zu vergebenen Plätze im Weltcup: „Dass es heute etwas besser war, freut mich, aber es stehen ja noch drei Rennen an.“

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