Wohnen

So wohnen wir - Preise und Wohnflächen im Vergleich

Die Kosten und der Wohnraum pro Kopf sind zwischen 2010 und 2018 gestiegen. Der Anteil derer, die im Eigentum wohnen, nimmt ab.

Die Kosten und der Wohnraum pro Kopf sind zwischen 2010 und 2018 gestiegen. Der Anteil derer, die im Eigentum wohnen, nimmt ab.

Foto: Martin Schutt / dpa

Hagen.  Wo ist Wohnen am teuersten? Wer hat die meisten Quadratmeter? Wo wohnen die meisten Bürger im Eigentum? Die Kreise in Südwestfalen im Vergleich.

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >

Mehr Wohnraum pro Person, weniger Eigentums-Haushalte und steigende Mietpreise auf dem Land und in der Stadt: Das sind die Ergebnisse, die aus einer aktuellen Erhebung des Statistischen Landesamtes zum Thema Wohnen in Nordrhein-Westfalen hervorgehen. Darin wurden die 8,7 Millionen Privathaushalte 2018 untersucht. 39,5 Prozent sind Haushalte, in denen nur eine Person lebt. In 24,7 Prozent der Haushalte leben ausschließlich Menschen über 65 Jahren.

So wohnt NRW. Und wie wohnt Südwestfalen im Vergleich dazu?

In Großstädten ist Wohnraum knapp

Der Südwestfale an sich gilt als bodenständig und bescheiden, er neigt gemeinhin eher nicht zum raumgreifenden Auftritt. Beim Wohnen allerdings ist das anders. Im Schnitt um 2,4 Quadratmeter vergrößerten die Menschen ihr Zuhause in der Region in den vergangenen acht Jahren. Im Hochsauerlandkreis lebt der Mensch im Schnitt auf 51,3 Quadratmetern (2010 waren es noch 46,4 Quadratmeter). Dieser Wert wird in Nordrhein-Westfalen derzeit nur vom Kreis Höxter (52,7 Quadratmeter pro Person) überboten.

Der Trend zu mehr Raum spiegelt sich für ganz NRW wider, allerdings abgeschwächt (aus 43,9 wurden 44,7 qm). Wenngleich bezahlbarer Wohnraum in Großstädten wie Köln, Düsseldorf, Aachen und Bonn weiterhin ein Problem ist. „Nordrhein-Westfalen hat nicht den einen Wohnungsmarkt: Es gibt wohnungswirtschaftliche Teilmärkte, in denen das Angebot die Nachfrage übersteigt, in denen sich Angebot und Nachfrage die Waage halten und Teilmärkte, wo die Nachfrage höher als das Angebot ist“, sagt Landesbauministerin Ina Scharrenbach auf Anfrage unserer Redaktion.

Ministerin Scharrenbach fordert „ein Mehr an Wohnungsbau“

Was dort hilft, wo Wohnungen begehrt, aber rar sind? „Nur ein Mehr an Wohnungsbau in allen Segmenten kann dazu beitragen, Preisstabilität bei Miete und Eigentum zu erreichen“, kommentiert Ina Scharrenbach die Ergebnisse. Die Landesregierung habe deshalb u.a. mit der Grundstücksoffensive „Bau. Land. Leben“ und der Erhöhung der öffentlichen Wohnraumförderung ein Maßnahmenpaket entwickelt, „um dafür Sorge zu tragen, dass mehr Wohnraum - frei wie öffentlich-finanziert - entstehen kann“.

In den ländlichen Regionen ergeben sich indes andere Herausforderungen. Dort ist Raum. Zudem welcher, der bezahlbar ist. Die kreisfreie Stadt Hagen, die Kreise Olpe, Soest, Siegen-Wittgenstein sowie der Hochsauerland- und der Märkische Kreis liegen bei der Kaltmiete je Haushalt unter dem NRW-Schnitt von 525 Euro. Zum Vergleich: Düsseldorf erreichte im Jahr 2018 einen Wert von 647 Euro.

Herausforderungen auf dem Land

Erstaunlich: In den eher ländlichen Regionen wie dem Märkischen Kreis (- 2,2 Prozent) sowie den Kreisen Olpe (- 2,7), Siegen-Wittgenstein (- 3,2) und Soest (- 6,3) nahm der Anteil von Wohnen im Eigentum zum Teil deutlich ab. Der Anteil bewegt sich zumeist allerdings noch immer oberhalb von 50 Prozent, während in Hagen (29,6 Prozent) nicht einmal jeder Dritte im Eigenheim wohnt.

In den ländlichen Räumen Nordrhein-Westfalens leben nahezu die Hälfte der Einwohner unseres Landes, heißt es aus dem zuständigen Ministerium. Diese Regionen seien von „aktuellen Herausforderungen im Wohnungs- und Arbeitsmarkt sowie in der Grundversorgung der ortsansässigen Bevölkerung gekennzeichnet“.

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >
Leserkommentare (0) Kommentar schreiben