SPD kritisiert Südwestfalens „Leitvisionen“

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Hagen. Die SPD der Region fordert eine stärkere Berücksichtigung der Arbeitnehmerinteressen bei der strategischen Ausrichtung Südwestfalens. Hintergrund ist ein interner Entwurf der Südwestfalen-Agentur mit dem Titel „Leitvision Südwestfalen 2030“. In dem vierseitigen Papier, das dieser Zeitung vorliegt, wird unter anderem die Entwicklung einer „Arbeitgebermarke Südwestfalen“ unter Einbeziehung von Unternehmen, Kammern und Wirtschaftsförderern vorgeschlagen. Ein Begriff, den die Sozialdemokraten als „unglücklich“ bis „einseitig“ kritisieren.

Dieser Ansatz sei zu stark auf die Arbeitgeber fixiert, sagte der Siegener Bundestagsabgeordnete Willi Brase, Vorsitzender der Südwestfalen-SPD. Südwestfalen zeichne sich traditionell durch eine positive Tarifpartnerschaft aus. Der wirtschaftliche Erfolg der Region sei auch den Arbeitnehmern geschuldet. „Das gute Zusammenspiel zwischen Arbeitnehmern und Arbeitgebern muss deutlicher zum Ausdruck gebracht werden“, betonte Brase. Diese Karte müsse die Region vor dem Hintergrund des drohenden Fachkräftemangels offensiver ausspielen.

„Grundsätzlich begrüßen wir das Papier. In diesem Punkt hätte ich aber etwas mehr Fingerspitzengefühl erwartet“, sagte Dirk Wiese, SPD-Abgeordneter aus dem HSK.

Erst am Anfang

Die Südwestfalen-Agentur versteht die Aufregung nicht. „Das Papier ist nur ein Entwurf, über den beim Südwestfalentag im August ausführlich diskutiert werden kann“, sagte Geschäftsführer Hubertus Winterberg. Erst danach werde das weitere Vorgehen beschlossen. Man befinde sich noch am Anfang einer ausführlichen Debatte. Zudem habe sogar der DGB die „Leitvision 2030“ als positiven Ansatz begrüßt.

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