Tatorte

Yogtze - Heiße Buchstaben-Spur bleibt ein Mysterium

Der Fall Yogtze

Ulrich Hanki, Pressesprecher der Polizei Hagen, im Interview zu dem Fall Yogtze.

Ulrich Hanki, Pressesprecher der Polizei Hagen, im Interview zu dem Fall Yogtze.

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Hagen.   Der Nackte an der A45 bei Hagen gibt den Ermittlern bis heute Rätsel auf. Über den Fall Günther S. kursieren im Internet die wildesten Theorien.

Es gibt die wildesten Theorien, die in Internet-Foren bis heute kursieren. Es sind Theorien, die auch den ersten Polizeihauptkommissar Uli Kayser und seine Kollegen immer dann erreichen, wenn in den Medien wieder einmal über diesen Fall berichtet wird. ­„YOGTZE“ gilt als einer, wenn nicht sogar als der rätselhafteste Fall in der deutschen Kriminalgeschichte.

Daneben gibt es die Theorien, von denen die Ermittler dachten, sie würden ihnen nicht nur wertvolle Zeit rauben, sondern zu einem Motiv, zu einem Täter führen. Im Laufe der Jahrzehnte sind die Frauen und Männer vom Kommissariat 11 auf der Hoheleye all diesen Hinweisen nachgegangen. Den „YOGTZE“-Fall gelöst haben sie nicht.

Dabei – daraus macht Kayser kein Geheimnis – halten die Ermittler vom K11 für Tötungs- und Gewaltdelikte es nicht für wahrscheinlich, dass sie diesen Fall noch aufklären. Nicht weil die Tat mittlerweile 33 Jahre zurückliegt.

„Vor allem, weil es keinen einzigen erfolgversprechenden Ermittlungsansatz mehr gibt“, wie Uli Kayser betont, „da helfen uns auch keine neuen technischen Methoden weiter.“

Macht in keiner Sprache Sinn

Die vom späteren Opfer auf einen Zettel gekritzelte Buchstabenkombination „YOGTZE“ gibt dem Fall, der am 12. April 1985 durch die Sendung „Aktenzeichen XY“ bundesweit Bekanntheit erlangte, einen Namen. Eine Kombination, die nicht entschlüsselt ist und über die Kayser sagt, dass man noch nicht einmal mit Sicherheit weiß, ob „YOGTZE“ überhaupt „YOGTZE“ bedeuten soll.

In keiner Sprache der Welt gibt es ein Wort mit dieser Buchstabenkombination. „Dazu muss man wissen, dass die Witwe des Opfers erst ein halbes Jahr nach der Tat von der Zeichenkombination erzählt hat“, erklärt Kayser. Günther S. soll sie am Abend vor der Tat auf einen Zettel geschrieben und dann wieder durchgestrichen haben.

Lesen Sie hier den Fall entlang der wichtigsten Orte:

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