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#TrashChallenge: Was beim Müll-Sammeln wichtig ist

Bedarf gibt es genug: Teilnehmer der Trash-Challenge räumen den Müll in ihrem Umfeld auf und posten ein Vorher-Nachher-Bild im Netz. Mehr als 20.000 Beiträge kursieren bereits auf Twitter und Facebook.

Bedarf gibt es genug: Teilnehmer der Trash-Challenge räumen den Müll in ihrem Umfeld auf und posten ein Vorher-Nachher-Bild im Netz. Mehr als 20.000 Beiträge kursieren bereits auf Twitter und Facebook.

Foto: Kerstin Kokoska/ FUNKE Foto Services

Hagen.   Tue Gutes und rede drüber: Die „Trash Challenge“ motiviert die Netzgemeinde zum Müll-Sammeln. Dabei bleibt jedoch eine wichtige Frage offen

Die Netzgemeinde atmet auf: Endlich kursiert auf Twitter und Instagram ein Wettbewerb, der wirklich sinnvoll ist. „Super Sache, betrifft jeden!“, lobt eine Nutzerin auf dem Kurznachrichtendienst Twitter. „Stark!“, schreibt ein anderer.

Die Rede ist von der sogenannten „Trash Challenge“. Ein Engagement, das sich auszahlt – besonders für die Umwelt. Mehrere Zehntausend Beiträge im Internet dokumentieren, wie Menschen weltweit Müll in ihrem Umfeld sammeln.

Die Welle der Euphorie ist bisher jedoch kaum bis in unsere Region geschwappt. Bilder etwa aus Siegen, Olpe, Bad Berleburg und Arnsberg? Fehlanzeige. Wir erklären, was den Wettbewerb ausmacht und worauf zu achten ist. Und das Beste: Wenn Sie Fotos ihrer Müll-Sammelaktion einschicken, können sie etwas gewinnen.

Das ist der Wettbewerb

Die Aufgabe der „Trash Challenge“ ist simpel: Vermüllte Orte in der Umgebung säubern. Engagement für jedermann – einfach, unkompliziert und dank Sozialer Medien direkt zu publizieren. Als Beweis der Tat dient ein Vorher-Nachher-Bild.

„Grundsätzlich ist das private Engagement der Leute gut“, kann sich Jacqueline Jagusch, Sprecherin der Hagener Entsorgungsbetriebe (HEB), mit der Idee der Challenge anfreunden. Eine wichtige Frage bleibe bei der Aktion jedoch ausgeklammert: Wo werden die gefüllten Müllsäcke entsorgt? Denn allein mit Bildern sei diese Arbeit nicht getan.

Das ist zu beachten

„Wenn sie die Aktion unterstützen wollen“, sagt Jagusch, „dann müssen sie den gesammelten Müll zuhause im Restmüll entsorgen.“

Ein paar Tipps zum Müll-Sammeln liefert ihre Kollegin Nicole Flocco: „Benutzen Sie besser eine Greifzange, statt Handschuhe.“ Sie ist seit vier Jahren für den Bereich Abfallpädagogik zuständig und zeigt im Jahr rund tausend Kindern, wie Mülltrennung funktioniert.

„Gerade Kinder neigen dazu, den Müll anzufassen, wenn sie Handschuhe tragen. Aber das kann gefährlich sein, etwa bei Glassplittern.“

Das läuft vor Ort

Die „Trash Challenge“ ist zwar neu, die Idee dahinter aber umso älter. „Ich kenne das schon seit Jahrzehnten“, sagt Alfons Brüggemann, stellvertretender Bürgermeister von Schmallenberg. Er organisiert dort die Aktion „Saubere Landschaft“ und mobilisiert mithilfe vieler Unterstützer und Vereine alljährlich rund 80 Schmallenberger zum gemeinsamen Frühjahrsputz in der Stadt.

„Wer mitmachen will, kann mitmachen“, verweist Brüggemann auf die nächste Aktion am 30. März. Etwa zwei Stunden werde dann wieder die Kernstadt von umherliegenden Dosen, Plastikflaschen, Wegwerf-Bechern und Zigarettenstummeln befreit. „Und danach gibt es einen kostenlosen Imbiss für die Mithelfer, finanziert durch Spenden.“

Ähnliche Initiativen wie in Schmallenberg starten in den kommenden Tagen und Wochen in der gesamten Region. So heißt es im Hochsauerland morgen etwa „Arnsberg putzt“. Ende März starten Sammel-Aktionen in Siegen (29.) und Balve (30.), am 5. und 6. April beginnt der Frühjahrsputz in Plettenberg und Hagen, in Menden am 6. April.

Preise für Nachahmer in Südwestfalen!

Sie wohnen in Südwestfalen? Helfen Sie mit beim Müll-Sammeln! Die Westfalenpost will die „Trash-Challenge“ in die Region bringen.
1. Ziehen Sie entweder in Eigeninitiative los und entsorgen den gesammelten Müll privat oder schließen Sie sich lokalen Initiativen wie „Saubere Landschaft“ an.
2. Schicken Sie uns dann ihre Vorher-Nachher-Bild per Email an WP-aktion@westfalenpost.de.

Unter allen Einsendungen verlosen wir 50 „Weltretter“-Tassen der Westfalenpost. Einsendeschluss ist der 30. April 2019.

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