Beleuchtungs-Trends

Trilux studiert auf Kölner Lichtcampus den Lauf der Sonne

Der Trilux Licht Campus macht schon von außen etwas her - und lässt für einen Anbieter von künstlichem Licht erstaunlich viel natürliches ein. Foto:Trilux

Der Trilux Licht Campus macht schon von außen etwas her - und lässt für einen Anbieter von künstlichem Licht erstaunlich viel natürliches ein. Foto:Trilux

Köln.   Das Arnsberger Leuchtenunternehmen ist seit Jahresbeginn in der Metropole Köln mit einem Lichtcampus vertreten, wo viel Neues präsentiert wird.

Trilux ist ein Arnsberger Unternehmen. Schon lange und auch künftig. Aber eben nicht nur. Zu diversen Auslandsniederlassungen ist jetzt ein Standort in Köln-Ossendorf gekommen. Ein besonderer: Der Trilux Licht Campus zeigt, was heute an vernetzten, intelligenten Beleuchtungslösungen möglich ist - und welche Trends morgen, in den kommenden fünf bis zehn Jahren zu erwarten sind. Das will man Lichtplanern, Architekten und Großkunden zeigen.

Die Nähe zu den Kunden

Und warum in Köln? Marketing-Chef Joachim Geiger nennt drei Gründe: „Wir sind in einer Metropolregion mit guten Anbindungen an Flughäfen, Autobahn und Bahn näher bei unseren Kunden. Köln besitzt eine hohe Attraktivität für Mitarbeiter, was uns bei der Rekrutierung von Fach- und Führungskräften hilft. Und wir hatten hier schon ein Grundstück.“ „Wir“ ist die Firma Oktalite, Spezialist für Beleuchtung im Handel und seit 2007 eine Trilux-Tochter. Die Kollegen sitzen jetzt direkt nebenan.

Im neuen vierstöckigen, 2700 Quadratmeter großen Gebäude, das im Januar offiziell eröffnet wurde, sind derzeit 150 Mitarbeiter tätig, 180 bis 200 dürften es bis Ende des Jahres sein, schätzt Geiger. Von Köln aus werden der Weltmarkt und Schlüsselkunden betreut, das Marketing sitzt hier und die Digital-Abteilung. „Wir ergänzen Arnsberg“, sagt der Marketing- und Vertriebschef, der selbst mal hier und mal dort arbeitet. Die generelle Aufteilung stellt er sich so vor: „Im Licht Campus wollen wir inspirieren, lange vor dem konkreten Projekt. Konkrete Lösungen entwickeln wir dann in Arnsberg.“

„Licht ist einfach zu verkaufen“

Inspirierend wirkt das Gebäude auf jeden Fall, nicht nur im 600 Quadratmeter großen Showroom. In dem lässt sich das ganze Arsenal der Lichtmöglichkeiten erleben. Direkt und als Demonstration auf großen Monitoren: Wie das Innenraumlicht dem Tageslicht, dem Lauf der Sonne folgt, lässt sich studieren. Oder wie der Energieverbrauch einer Fabrik verläuft, wenn das Licht dem Gabelstapler folgt.

„Die Beleuchtung macht 17 Prozent der Energiekosten in der Industrie aus“, erklärt Geiger. „Die um 30 bis 50 Prozent zu reduzieren, ist schon sehr interessant.“ Neueste LEDs sind drei bis viermal so effizient wie die erste Generation, doch genau so wichtig ist es, das Licht nur genau da und zu genau dem Zeitpunkt einzusetzen, wo und wann es gebraucht wird.

„Licht ist einfach zu verkaufen“, meint Joachim Geiger. „Der Kunde bekommt mehr Qualität und Sicherheit für weniger Geld.“ Und wenn das Geld für die Investition, die sich in ein paar Jahren amortisiert, gerade nicht vorhanden ist, hilft Trilux mit Finanzierungen.

Futuristische Erlebnisse

Aber Mühe gibt man sich beim Verkaufen trotzdem. VR-Brillen für futuristische Erlebnisse sind vorhanden, der selbst entwickelte Mediatisch zum Anfassen, der alle 120 Produktlinien gespeichert hat, war vergangenes Jahr bereits im Showtruck auf einer Tour durch zwölf Länder dabei, und das neue Haus heißt „Campus“, weil es ständig Tagungen und täglich Besuchergruppen und Präsentationen gibt. In flexiblen Räumen.

Etwas flexibel müssen auch die Mitarbeiter in ihren Büros in den oberen Stockwerken sein, denn sie bekommen öfter mal Besuch. „Wer sich für Büros interessiert, dem zeigen wir unsere echten Flächen“, sagt Geiger. Da können Kunden sehen, wie das von außen eindringende Tageslicht in die Lichtplanung integriert wird. Für unterschiedliche Arbeitsbereiche natürlich unterschiedlich. Und auch ganz individuell mit der nach unten und oben strahlenden Tischleuchte An der lässt sich auch wärmeres Licht für den Beruhigung suchenden und kälteres für den Mitarbeiter, der Aktivierung braucht, einstellen. Auch dann, wenn sie direkt nebeneinander sitzen.

Vieles ändert sich. Manches nicht. Zumindest nicht mit großen Erfolgsaussichten. „Es gibt tolle Designideen und avantgardistische Visionen“, sagt Joachim Geiger, „aber wohl fühlen wir uns mit Licht von oben, wie wir es von der Sonne kennen“. Das gilt in Arnsberg, Köln und im Rest der Welt.

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