Brauerei

Veltins verkauft Dursty-Getränkemärkte

Ein Dursty-Getränkmarkt in Neheim

Ein Dursty-Getränkmarkt in Neheim

Foto: Ted Jones

Hagen.   Ein Tochterunternehmen der Radeberger Brauerei will die Dursty-Filialen kaufen. Was sich durch die Übernahme ändern wird, steht noch nicht fest.

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Die Grevensteiner Privatbrauerei Veltins verkauft ihre Dursty-Getränkemärkte an ein Tochterunternehmen von Radeberger, die Getränkefachmarktkette Hoffmann.

Damit entsteht zum 1. Januar 2018 ein Getränkemarktriese mit rund 500 Filialen und rund 400 Millionen Euro Umsatz – wenn die Kartellbehörden dem Verkauf zustimmen.

Größter Getränkefachmarktfilialist

Dursty mit Sitz in Hagen und rund eintausend Beschäftigten ist Nordrhein-Westfalens größter Getränkefachmarktfilialist mit Standorten bis nach Nordhessen und Rheinland-Pfalz und kooperiert beim Einkauf nach Angaben von Veltinssprecher Ulrich Biene bereits seit drei Jahren mit Getränke Hoffmann.

Veltins hatte das Unternehmen Dursty, das im Oktober 25-jähriges Bestehen feierte, im Jahr 2000 vom Hagener Unternehmen Bier Schneider übernommen. „Das Geschäft ist uns damals quasi zugefallen“, erinnert Biene. Das Unternehmen Schneider war seinerzeit in Schwierigkeiten geraten.

Breites Spektrum an Getränken

Mit der Übernahme sicherte Veltins sich Kontrolle über die Distribution in Nordrhein-Westfalen. Dennoch wurden die Märkte in den letzten 17 Jahren nie zu „Veltins-Shops“, sondern boten immer ein breites Spektrum an Getränken an und berücksichtigten dabei auch die jeweils regionalen Marken. Dursty ist dem Vernehmen nach auch einer der größten Kunden der Krombacher-Gruppe.

Was sich ab kommendem Jahr bei Übernahme durch Getränke Hoffmann ändern wird, ob einzelne Märkte infrage gestellt werden oder das Erscheinungsbild sich ändern wird, konnte eine Sprecherin von Getränke Hoffmann gegenüber der WESTFALENPOST nicht sagen. In erster Linie scheint es hier aber um eine deutliche Ausweitung des Geschäftsfeldes zu gehen.

Filialnetz mit Dursty erweitern

„Wir freuen uns ganz besonders, dass wir unser Filialnetz nun mit den Dursty Getränkemärkten strategisch weiter ausbauen können. Wir sichern unser Bestandsgeschäft ab, dehnen unseren Aktionsradius weiter aus und gewinnen wichtige Erkenntnisse zur optimierten Aussteuerung unserer gesamten Unternehmensaktivitäten“, erklärte Mario Benedikt, Sprecher der Geschäftsführung von Getränke Hoffmann.

Die Tochter der Radebergergruppe mit Sitz in Groß-Kienitz in Brandenburg ist nach eigenen Angaben Marktführer in den Bundesländern Berlin, Brandenburg, Hamburg, Niedersachsen und Schleswig-Holstein mit insgesamt mehr als 300 Filialen und einem Umsatz von rund 250 Millionen Euro. „Wir wollen weiter wachsen, organisch, über Zukäufe oder Partnerschaften“, sagt Benedikt.

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