Hagen

Verwaltung arbeitet an Konzept zur Aufforstung

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Sturmschäden: 47 000 Festmeter von großen Flächen abtransportiert

Große Flächen des Hagener Stadtwaldes sind von den Kyrill-Folgen befreit. "Rund 47 000 von 50 000 Festmetern Sturmholz haben wir aufgeräumt", erklärt Forstamtsleiter Horst Heicappell. "Wir konzentrieren uns jetzt auf die kleineren Parzellen."

An umfangreiche Neupflanzungen ist dennoch nicht zu denken - zumal noch nicht absehbar ist, was der nächste Winter an Wetterkapriolen bringt. "Für Neuanpflanzungen bräuchten wir in Hagen rund eine Millionen Pflanzen", sagt Horst Heicappell, "diese Massen gibt es nicht, die Baumschulen sind leer. Und selbst wenn es sie gäbe, könnten wir sie nicht bezahlen."

Also erarbeitet man im Forstamt gerade ein Konzept, das auf die Natur und nur zum Teil auf künstliche Kulturen setzt. "Ich denke, dass wir im ersten Jahr nach Kyrill mit 50 000 Pflanzen beginnen", erklärt Heicappell. "Allerdings können wir nicht bei Frost und zunächst nur bis Ende März pflanzen", macht er auf einen engen Zeitkorridor aufmerksam, den die Natur vorgibt.

Ein Wermutstropfen: 250 bis 300 Festmeter Fichte sind schon jetzt vom Borkenkäfer befallen. "Das hört sich zunächst nicht nach viel an", erklärt Horst Heicappell, "aber bei einem milden Winter kann das erhebliche Schäden zur Folge haben. Im Verlauf eines Jahres können aus einem Borkenkäferpärchen unter optimalen Bedingungen 200 000 Käfer werden."

Dabei pflanzen sich die Tiere in bestimmten Zyklen fort. "Ende April schlüpfen die Larven und fressen sich unter der Rinde durch. Ende Juni werden sie zu Käfern und befallen wiederum die Bäume." Kühle Witterung bremst ihre Aktivität. Erarbeitet Konzept: Forstamtsleiter Horst Heicappell. Wiederaufarbeitung im Hagener Stadtwald: 47 000 von 50 000 Festmetern Sturmholz sind aus dem Stadtwald abtransportiert. (JS)

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