Landgericht

Trickbetrug: Vier falsche Polizisten in Hagen vor Gericht

Bei einem Telefonat überlisten die Betrüger Senioren. Insgesamt erbeuten sie so rund 260.000 Euro von ihren Opfern.

Bei einem Telefonat überlisten die Betrüger Senioren. Insgesamt erbeuten sie so rund 260.000 Euro von ihren Opfern.

Foto: Julian Stratenschulte / dpa

Hagen.  Mit fingierten Anrufen aus der Türkei brachte eine Bande Senioren um insgesamt 260.000 Euro. Die vier Angeklagten gaben sich als Polizisten aus.

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Vor dem Landgericht Hagen müssen sich vier mutmaßliche Mitglieder einer Bande falscher Polizisten verantworten. Ihnen wird vorgeworfen, Senioren in Angst versetzt und sie so um ihre Ersparnisse gebracht zu haben. Die Beute beläuft sich laut Anklage auf rund 260.000 Euro. Die Staatsanwaltschaft geht davon aus, dass die Opfer zuvor von Hintermännern aus der Türkei angerufen und vor angeblichen kriminellen Machenschaften von Bankmitarbeitern gewarnt worden sind.

Deshalb sollten die Senioren ihre Ersparnisse der vermeintlichen Polizei übergeben. Bei den Abholern habe es sich dann um die vier angeklagten Männer aus Schwerte gehandelt. Zum Prozessauftakt haben sich die 19, 20, 22 und 40 Jahre alten Angeklagten noch nicht zu den Vorwürfen geäußert. Die Tatorte lagen in Bonn, Hamburg, Düsseldorf, Wuppertal und Schalksmühle (Märkischer Kreis). Ein Großteil der Beute ist laut Anklage in die Türkei transferiert worden.

Beuteanteil lag nur bei 250 Euro

Die Angeklagten selbst sollen nur einen Beuteanteil von 250 bis 1000 Euro pro Tat erhalten haben. Das Hagener Landgericht hat für den Prozess zunächst noch sechs Verhandlungstage bis zum 10. Dezember vorgesehen. Die Anklage lautet auf schweren Bandenbetrug. Zwei der Angeklagten sind Deutsche, einer ist Türke, einer Italiener.

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