Bundesversammlung

Wie Südwestfalens Politiker den Wahltag in Berlin erlebten

So voll wie selten: der Reichstag in Berlin bei der Wahl des Bundespräsidenten.

So voll wie selten: der Reichstag in Berlin bei der Wahl des Bundespräsidenten.

Foto: Gregor Fischer/dpa

Berlin/Hagen.   Gute Stimmung und viele Fotos fürs Familienalbum: Ein Blick hinter die Kulissen der Bundesversammlung aus den Augen unserer Region.

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Petra Crone ist 66 Jahre alt. Seit bald 30 Jahren ist die SPD-Frau politisch aktiv, seit annähernd acht Jahren Mitglied des Bundestages. Zum dritten Mal hat sie an der Wahl eines Bundespräsidenten teilgenommen. Ein Moment, der auch für die erfahrene Politikerin aus ­üdenscheid etwas Besonderes bleibt: „Da rieselt es mir den Rücken hinunter“, beschreibt sie die außergewöhnliche Stimmung in der Bundesversammlung.

Einigkeit

Bewegend und beeindruckend“ sei vor allem die Rede von Bundestagspräsident Norbert Lammert (CDU) gewesen, lobt NRW-Umweltminister Johannes Remmel (Grüne; Siegen) dieses Plädoyer gegen Abschottung und Populismus, das Loblied auf die Bedeutung eines einigenden Bundespräsidenten in Zeiten wie diesen. Eine Einschätzung, die Remmel an diesem Tag mit seinem Landtagskonkurrenten Klaus Kaiser (CDU; Arnsberg) eint, ebenfalls Mitglied der Bundesversammlung.

Mindestens ebenso bewegend für Remmel: Die zustimmende Reaktion der überwältigenden Mehrheit der Bundesversammlung. Über diesen „Grundkonsens der Demokraten“ hat sich der NRW-Politiker besonders gefreut.

Familientreffen

E s ist ein Tag, an dem man in Berlin nicht so sehr aufs Parteibuch achtet, schildert Patrick Sensburg seine Eindrücke. Ein Tag, an dem es dem CDU-Politiker aus Brilon nicht weh tut, für einen SPD-Mann zu stimmen: „Steinmeier ist ein guter Kandidat.“ Auch Sensburg hat die Stimmung im Reichstag genossen: „Es waren viele Sauerländer hier. Das ist wie ein Familientreffen. Ich habe Friedrich Merz wieder gesehen.“

Der ehemalige Bundestagsabgeordnete war ebenso in die Bundesversammlung berufen wie Annette Kurschus, Präses der evangelischen Kirche von Westfalen. Wie Fußball-Bundestrainer Joachim Löw. Patrick Sensburg lässt sich mit Veronika Ferres fotografieren („eine tolle Schauspielerin und Persönlichkeit“).

Spaß

Dirk Wiese (SPD; Brilon), nun Parlamentarischer Staatssekretär im Wirtschaftsministerium, hat ein Bild mit Roland Kaiser machen lassen: „Wenn man im Sauerland Schützenfeste feiert, dann kennt man seine Lieder auswendig.“ Das Staatsoberhaupt zu wählen sei schon etwas Besonderes, sagt er. „Eine Ehre“, nennt es Cemile Giousouf, CDU-Abgeordnete aus Hagen und erstmals in der Bundesversammlung. Und: „Es hat auch Spaß gemacht.“

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