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WP ausgezeichnet: „Was wir tun, wird wahrgenommen“

Festliches Ambiente bei der Preisverleihung: Die WP-Delegation mit Produktionsleiter Kajo Fritz, Grafikerin Manuela Nossutta, Lokalredakteurin Sonja Funke und dem stellvertretenden Chefredakteur Torsten Berninghaus (von links) erhält den European Newspaper Award in Wien.

Festliches Ambiente bei der Preisverleihung: Die WP-Delegation mit Produktionsleiter Kajo Fritz, Grafikerin Manuela Nossutta, Lokalredakteurin Sonja Funke und dem stellvertretenden Chefredakteur Torsten Berninghaus (von links) erhält den European Newspaper Award in Wien.

Foto: APA Fotoservice

Wien.   Die WESTFALENPOST ist mit dem European Newspaper Award ausgezeichnet worden. Er ist Sinnbild für die Arbeit mit und an Projekten. Ein Ausblick.

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Westfälische Zurückhaltung ist wichtig und gut. Wohl dosierte Zurückhaltung bei der westfälischen Zurückhaltung muss vielleicht aber auch mal sein. In diesem Fall zum Beispiel. Denn die ­WESTFALENPOST hat einen international angesehenen Preis gewonnen: den European Newspaper Award, der herausragende Zeitungsdesigns und -konzeptionen auszeichnet. Mehr als 200 Zeitungen aus rund 20 Ländern hatten ihre Bewerbungen für die verschiedenen Kategorien eingereicht.

Westfalenpost gewinnt European Newspaper Award

Preisverleihung in Wien für das Projekt "24 Stunden Südwestfalen"
Westfalenpost gewinnt European Newspaper Award

Eine vierköpfige Delegation der WP – darunter der stellvertretende Chefredakteur Torsten Berninghaus und der Produktionsleiter Kajo Fritz – nahm den Preis im Wiener Rathaus entgegen. Ausgezeichnet wurde die Berichterstattung zum Tag der Arbeit im vergangenen Jahr.

In Projekten planen

„Wir sind froh und stolz darauf, uns den Award mit dieser lokalen Thematik und einer Berichterstattung nah am Menschen erarbeitet zu haben“, sagt Chefredakteur Jost Lübben: „Der Preis steht sinnbildlich für die Philosophie, mit der wir unsere Arbeit machen.“

Denn Ihre WP, liebe Leser, hat sich in Zeiten steigender Nachrichten-Geschwindigkeiten vor allem eine nachhaltige Berichterstattung zur Aufgabe gemacht. Aktuell, nachrichtlich – natürlich. Aber eben auch in Projekten planend. Größere Zusammenhänge suchend, findend und erklärend. „Wenn wir es schaffen, die Themen zu verhandeln, die für die Menschen in ihrem privaten und beruflichen Leben relevant sind, machen wir uns unverzichtbar“, sagt Lübben.

Nächste Serie im Juni

Ein Beispiel: Ab Juni startet die WP eine große, multimedial angelegte Serie zum Thema Nachhaltigkeit. Es wird u.a. um Ernährung gehen, um Mobilität, Müllvermeidung und Konsum. Der Ton? Nicht ermahnend, sondern bestenfalls unterhaltsam und informativ. Ausdruck dessen der Titel der Serie: „Bin eben kurz die Welt retten“.

Denn wir testen für Sie aus, was es heißt, die Ernährung so umzustellen, dass die Menschheit die planetaren Grenzen nicht überschreitet. Wir gehen nachhaltig einkaufen, legen Geld mit gutem Gewissen an, schauen uns auf dem Strommarkt um. Wir versuchen, unseren Redaktionsalltag ohne Auto zu bestreiten, und das bis in die Lokalredaktionen hinein. Freuen Sie sich auf Wissenswertes – Lustiges – und auch auf unser formidables Scheitern in manchen Bereichen.

Orientierung und Inspiration

Ebenfalls noch dieses Jahr starten wir die Serie „Mutmacher“, die von besonderen Menschen erzählt. Menschen, die nicht nur eine schwierige Phase in ihrem Leben überstanden haben, sondern ihr Schicksal von einst zu einer Stärke im Jetzt verwandelt haben. Menschen, die Orientierung und Inspiration bieten. Menschen, die jeder um sich herum brauchen kann.

Die „Mutmacher“ sind Teil des Zukunftslabors der WP, das jedes Jahr ein neues Projekt gebiert. Vor zwei Jahren war es die Serie ­„TATorte“ , die ungeklärte Kriminalfälle der Region aufrollte. 2018 entstand das Projekt „Zukunftsrauschen“ , in dem 99 Menschen auf die Zukunft ihrer Heimat blickten. „Was wir tun, wird wahrgenommen“, sagt Jost Lübben.

Vor wenigen Wochen erst war die WP zu Gast an der Universität in Oxford. Eingeladen hatte das „Reuters Institute for the Study of Journalism“, das nach regionalen Zeitungen suchte, die die digitale Transformation vorbildlich umsetzen. Zwölf Teilnehmer waren es insgesamt aus Italien, Finnland, Schweden, Dänemark, Deutschland und England.

Streifzug durch Südwestfalen

100 Kilometer südlich von Oxford – auf der Isle of Wight – ist die WP ebenfalls angekommen. Dort entsteht die englische Version von „Die andere Sicht“ , einem WP-Projekt, in dem Fotograf Prof. Peter Bialobrzeski und zehn seiner Studierenden von der Hochschule für Künste in Bremen einen Streifzug durch Südwestfalen wagten. Heraus kam ein Bildband über Tradition und Moderne, Stadt und Land, Jung und alt, Gehen und Bleiben. Die Ausstellung dazu ist mittlerweile im Museum Wendener Hütte zu Gast.

Perspektive wechseln

„Die Diskussion über die Zukunft der Region wollen wir konstruktiv mitgestalten. Wir wollen nicht Teil des Problems, sondern Teil der Lösung sein“, sagt Jost Lübben. Die Perspektive zu wechseln, kann dabei helfen. So entsendet die WP im Rahmen von „Reportertausch“ ab kommender Woche vier Kollegen in andere Zeitungshäuser. Ein Projekt des Bundesverbandes Deutscher Zeitungsverleger, für das unter anderem die WP Pate stand.

So, genug. Ab jetzt geht’s wieder westfälisch zurückhaltend zu. Versprochen.

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