Spendenaktion

Tausende Spenden für Flutopfer – so können auch Sie helfen!

Lesedauer: 7 Minuten
Das Ausmaß der Zerstörung ist gigantisch: Trümmer und Reste der Flut in Altenahr-Kreuzberg. Gemeinsam mit der Caritas rufen wir zu Spenden für die Opfer der Hochwasserkatastrophe

Das Ausmaß der Zerstörung ist gigantisch: Trümmer und Reste der Flut in Altenahr-Kreuzberg. Gemeinsam mit der Caritas rufen wir zu Spenden für die Opfer der Hochwasserkatastrophe

Foto: Christof Stache/AFP

Hagen.  Die Resonanz auf die Spendenaktion von WP und lokalen Partnern für die Flutopfer ist überwältigend. Sie können noch mithelfen – wie, steht hier.

Die Spendenbereitschaft für die Betroffenen der Flutkatastrophe hält weiter an. Bei der gemeinsamen Spendenaktion der WESTFALENPOST und lokalen Partnern sind bislang rund 6,5 Millionen Euro zusammengekommen, das ist überwältigend. Mit den Spenden soll den Betroffenen, die häufig vor den Trümmern ihrer Existenz stehen, schnell und unbürokratisch geholfen werden. Der Hilfsbereitschaft ist überwältigend und der Erfolg der Aktion entsprechend groß. Stand Freitag gab es bereits mehr als 15.500 Einzelspenden – von einer kleinen Summe bis hin zu Einzelspenden von 15.000 Euro!

Mit den Großspenden der RAG- und der Brost-Stiftung sind derzeit insgesamt rund 6,5 Millionen Euro zusammengekommen. Knapp 2,3 Millionen Euro davon sind auf die Spendenkonten unserer lokalen Partner eingegangen. Die FUNKE-Mediengruppe, zu der die WP gehört, beteiligt sich mit 50.000 Euro an der Spendenaktion. Die Stadt Hagen hat bereits 1292 Schecks mit einer Soforthilfe in Höhe von 526.000 Euro ausgezahlt.

Das Geld hilft bereits jetzt da, wo Hilfe dringend nötig ist: Familien aus Bad Münstereifel, die bei Schleiden eine Unterkunft in einem Pfadfinderheim gefunden haben; Familien in Balve im Sauerland, die Bargeld erhalten haben; älteren Menschen in Erftstadt, deren Pflegeheim evakuiert wurde.

Der Caritasverband Eifel hat bereits mehrere Hunderttausend Euro an betroffene Familien im Kreis Euskirchen ausgeschüttet. Dort liegen von der Katastrophe besonders hart getroffene Kommunen wie Schleiden, Kall und Nettersheim. Den Familien wird mit Geldbeträgen zwischen 1000 und 25.000 Euro geholfen.

RAG-Stiftung spendet eine Million Euro

47 Tote allein in NRW, zerstörte Dörfer, Tausende Menschen, die alles verloren haben und jetzt vor dem Nichts stehen. Das Ausmaß der Unwetter-Katastrophe ist ungeheuerlich und in der Geschichte Nordrhein-Westfalens ohnegleichen. Die WP möchte helfen und hat Sie, liebe Leserinnen und Leser, deswegen gemeinsam mit der Caritas zu Spenden für die Opfer der Katastrophe aufgerufen.

Die RAG-Stiftung sagte eine Soforthilfe in Höhe von einer Million Euro zu. „Von der Flutkatastrophe sind so viele Menschen betroffen, die jetzt dringend unser aller Hilfe benötigen. Wir sehen es als RAG-Stiftung als unsere gesamtgesellschaftliche Pflicht an, einen Beitrag zur Linderung der Not zu leisten. Deshalb beteiligt sich die Stiftung mit einer Million Euro an der Hilfsaktion der WP“, sagte der Vorstandsvorsitzende Bernd Tönjes.

Zuvor hatte bereits die Brost-Stiftung eine Soforthilfe in Höhe von 250.000 Euro zugesichert. Deren Vorsitzender Bodo Hombach sagte unserer Redaktion: „Bei der Corona-Hilfsaktion hat sich unsere bürgernahe Zusammenarbeit bewährt. Jetzt sind durch die Flutkatastrophe auch in unserer Region viele in schreckliche Not geraten. Es muss schnell und unbürokratisch gehandelt werden. Wir folgen deshalb gern der Initiative der FUNKE-Aufsichtsratsvorsitzenden Julia Becker und der WP.“

Hilfen sollen "zielgenau" weitergeleitet werden

„Die Reaktion auf unseren Spendenaufruf ist überwältigend“, sagte Julia Becker. „Ich danke allen, die sich daran beteiligen, die Not so vieler Menschen zu lindern. Sehr erfreulich, dass auch viele Stiftungen dabei sind. Das zeigt: Wir halten zusammen. Dass dazu auch unsere Zeitungen beitragen, freut mich besonders. So sollten Regionalmedien sein: nah dran und verbunden mit den Menschen.“ Die FUNKE-Mediengruppe, zu der die WP gehört, beteiligt sich, wie berichtet, mit 50.000 Euro an der Spendenaktion.

In den nächsten Tagen werden wir weiter ausführlich berichten, wie und wo die Spenden angekommen sind. Heinz-Josef Kessmann, Sprecher der Diözesan-Caritasdirektoren in NRW, hatte am Wochenende betont, dass die Hilfen „umgehend und zielgenau, aber sehr sorgfältig an Bedürftige und Notleidende“ weitergeleitet werden.

Spenden erreichen die Betroffenen direkt

Helfen Sie mit: Alle Partner sichern zu, dass die Spenden die Betroffenen direkt erreichen. Durch die gute lokale Vernetzung ist sichergestellt, dass die Unterstützung dort ankommt, wo sie so dringend benötigt wird. Bei den Menschen, die zum Teil seit Tagen ohne Strom sind, die ihre Häuser verlassen mussten, die ihr Hab und Gut verloren haben.

Die in der Region vernetzten Kooperationspartner wollen mit den Spenden beispielsweise im besonders schlimm verwüsteten Hagen, in den umliegenden Städten und Gemeinden aber zum Beispiel auch im schwer getroffenen Rhein-Erft-Kreis den Betroffenen schnell und zielgerichtet helfen. Die WP begleitet die Hilfe mit ihren Redaktionen vor Ort.

Hier können Sie helfen:

  • Mendener in Not ist ein gemeinnütziger Verein, der bedürftigen Menschen aus Menden in akuten Notfall-Lagen rasche Hilfe leistet. Spenden unter dem Verwendungszweck „WP hilft“ kommen ausschließlich Hochwasseropfern in Menden zugute. Die Kontonummern für Spenden lauten: Sparkasse Märkisches Sauerland Hemer Menden IBAN DE 54 4455 1210 1800 0728 68. - Märkische Bank: IBAN DE 14 4506 0009 0108 8550 00. - Mendener Bank IBAN DE 42 4476 1312 0000 0060 60. Mehr Infos: www.mendener-in-not.de
  • Die Bürgerstiftung Fröndenberg ist Teil der 2019 gegründeten Gutes-Tun-Stiftung für Fröndenberg, Holzwickede und Kamen. Spenden unter dem Verwendungszweck „WP hilft“ auf das Konto mit der IBAN DE 65 4435 0060 1415 1617 18 kommen ausschließlich Opfern der Starkregen-Katastrophen in Fröndenberg zugute. Mehr Infos: www.gutes-tun-stiftung.de
  • Die Stadt Hagen hat für Geldspenden ein Spendenkonto eingerichtet. Wer die Betroffenen finanziell unterstützen möchte: IBAN DE 2345 0500 0101 0000 0444, Verwendungszweck: Hochwasser Hagen. Im Anschluss werden ganz gezielt Hilfsorganisationen ausgewählt, die sich um die Verteilung der Spenden kümmern.
  • Auch in dem Gebiet des Caritasverbandes Arnsberg-Sundern hat das Hochwasser durch den Starkregen viele Menschen getroffen. Gemeinsam mit den Städten möchte der Caritasverband die betroffenen Bürgerinnen und Bürger unterstützen. Um schnell und einfach Hilfe leisten zu können, bittet der Caritasverband um Spenden. Spendenkonten: Caritasverband Arnsberg-Sundern e.V. Sparkasse Arnsberg-Sundern, IBAN: DE50 4665 0005 0001 0000 66, Stichwort: Hochwasseropfer. Oder Caritasverband Arnsberg-Sundern e.V., Volksbank Sauerland eG, IBAN: DE03 4666 0022 0113 7084 00 - Stichwort: Hochwasseropfer.
  • Um den Betroffenen in Gevelsberg und Umgebung zu helfen und eine gesellschaftlich breit angelegte Unterstützungsaktion vorzubereiten, laden Bürgermeister Claus Jacobi sowie die Taubenväter – Menschen helfen Menschen e.V. örtlich aktive Hilfsorganisationen zur Gevelsberger Helferkonferenz ein. Gemeinsam sollen schnelle und unkomplizierte Hilfsangebote auf die Beine gestellt werden. Alle anderen, die helfen möchten, können bereits jetzt auf das Spendenkonto der Taubenväter unter IBAN: DE97 4545 0050 0000 5624 13 und dem Stichwort „Gevelsberg hilft“ spenden.
  • Teil des Hilfsprojektes ist außerdem Caritas International. Spenden sind hier erbeten unter: Caritas, Bank für Sozialwirtschaft Karlsruhe, IBAN: DE88 6602 0500 0202 0202 02, Stichwort: Funke hilft - CY00899.

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