Arbeit

Große Verantwortung in einer "Welt aus Stahl"

Zukunftsrauschen: Arbeit in Wetter

Dominik Melten (30), ist Leiter der Instandhaltung bei der Firma Schrave, über das Thema Arbeit und Zukunft.

Dominik Melten (30), ist Leiter der Instandhaltung bei der Firma Schrave, über das Thema Arbeit und Zukunft.

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Foto: Held

Wetter.   Dominik Melten ist Leiter der Instandhaltung bei der Schaewe GmbH. Er sieht in der Branche eine große Zukunft. Für sich - und für den Nachwuchs.

Er ist gerade einmal 30 Jahre alt, aber verantwortlich für zehn Mitarbeiter und einen riesigen Maschinenpark bei der SSK von Schaewen Wetter GmbH. Dominik Melten ist Leiter der Instandhaltung und hält den Job in der Industrie für zukunftsfähig.

Die SSK von Schaewen GmbH ist ein Familienunternehmen, inzwischen in der dritten Generation. Der Hauptsitz ist in Essen. Die Firma produziert Halbzeug aus Stahl, wie beispielsweise Antriebswellen für Schiffswellen oder für die Generatoren in der Windkraft. Dementsprechend groß sind die Maschinen, die in der riesigen Hallen stehen und regelmäßig gewartet und repariert werden müssen. „Wir halten die Maschinerie am Laufen“, erklärt Melten nicht ganz ohne stolz. Er ist zuständig für die Koordination seiner Mitarbeiter, die aus unterschiedlichen Berufssparten kommen – Elektriker, Schlosser und Hydrauliker, dazu noch zwei Azubis. Wenn er zwischen 6 und 6.30 Uhr an seinem Arbeitsplatz erscheint, gibt es zunächst eine kurze Besprechung. Liegen aktuelle Probleme an? Welche Projekte müssen angegangen werden? „Störungen kann man nicht planen, deswegen müssen wir auch flexibel sein“, sagt Melten.

Stahl ist immer gefragt

Eigentlich hatte der 30-Jährige nicht geplant, irgendwann als Leitender Angestellter in der Stahlbranche zu arbeiten. „Ich war nie so der Schulgänger, trotzdem habe ich letztlich die Weiterbildung zum Meister gemacht“, erinnert er sich. Heute ist er froh darüber. Insbesondere auch, weil er in der Stahlbranche gelandet ist. „Wir sind eine Welt aus Stahl. Stahl ist immer gefragt“, ist er überzeugt. Durch die gute wirtschaftliche Lage investierten viele Firmen gerade jetzt und die Auftragsbücher seien voll. „Ich sehe nicht, dass Stahl in den kommenden Jahren abgeschafft wird wie die Kohle“, prophezeit er. „Ich glaube viel eher, dass die Stahlindustrie weiter wachsen wird. Nicht so stark, wie noch vor 30 oder 40 Jahren, aber sie wird wachsen“, sagt Melten.

Konkurrenzfähig bleiben

Allerdings ist er sich auch darüber bewusst, dass die Tendenz, in Billiglohnländern zu produzieren, hoch ist. „Wir müssen zusehen, dass wir konkurrenzfähig bleiben“, so der junge Mann. „Die deutsche Qualität ist immer noch sehr hoch und das ist definitiv ein Pluspunkt.“

Konkurrenzfähigkeit ist auch ein Stichwort, das bei Schaewe groß geschrieben wird, gerade auch auf dem Gebiet des Energiemanagements. „Unsere Produktion ist nun einmal sehr energieintensiv. Das Heizen der Öfen verbraucht viel Strom und Gas“, erläutert Melten. Doch das Unternehmen will das nicht einfach hinnehmen, deshalb gibt es eine Arbeitsgruppe, die sich um die Energieeffizienz kümmert. Sie besteht aus zehn bis 15 Leuten aus allen Werken. „Wir machen Vorschläge, beispielsweise wie man den hohen Gasverbrauch senken kann“, berichtet Melten.

Kein Stillstand

Diese Möglichkeiten innovativ und zukunftsorientiert zu arbeiten, faszinieren den 30-Jährigen. Stillstand bei der Arbeit wäre ihm ein Graus. „Ich könnte auch nicht den ganzen Tag im Büro sitzen und immer die gleiche Arbeit machen. Das ist der Grund, warum ich bei der Instandhaltung arbeiten wollte. Es ist nie das gleiche. Die Arbeit fordert mich. Durch die Herausforderungen kann ich mich immer weiterentwickeln“, freut er sich. Außerdem hält er die Industrie für viel fortschrittlicher als andere Sparten. „Wir haben die Möglichkeit immer neue Technologien zu nutzen“, sagt Melten. Das hält fit und macht Spaß.

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