Schifffahrt

Änderungen bei Flusskreuzfahrten wegen Niedrigwasser

Aufgrund von Niedrigwasser ragen am Rhein bei Karlsruhe Buhnen aus dem Wasser. Das hat Folgen für die Schifffahrt.

Aufgrund von Niedrigwasser ragen am Rhein bei Karlsruhe Buhnen aus dem Wasser. Das hat Folgen für die Schifffahrt.

Foto: dpa

Stuttgart.  Niedrigwasser in mehreren Flüssen macht der Schifffahrt zu schaffen. Auch Flusskreuzfahrten sind betroffen. Einige Routen müssen geändert werden.

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Wegen des Niedrigwassers vieler Flüsse können derzeit Kreuzfahrten geändert oder auch ganz abgesagt werden. Betroffen von niedrigen Pegelständen sind unter anderem Elbe, Donau und Rhein - nicht nur, aber auch innerhalb Deutschlands.

Bei Nicko Cruises zum Beispiel werden bei 70 bis 80 Prozent der vom Niedrigwasser betroffenen Reisen geringfügige Änderungen vorgenommen, wie der Anbieter erläutert. "Wir fahren andere Häfen an und machen das geplante Ausflugsprogramm von dort aus", so Sprecherin Sandra Huck. "Wenn das Schiff beispielsweise nicht nach Bratislava kommt, machen wir den Ausflug ab Wien. Von dort ist es nur circa eine Stunde Fahrt mit dem Bus." Bei Nicko Cruises sind neun Schiffe betroffen: vier auf der Donau, drei auf dem Rhein und zwei auf der Elbe.

Kunden würden informiert

Eine generelle Routenänderung sei bei 20 bis 25 Prozent aller betroffenen Flussreisen nötig. Die Kunden würden informiert. Diese können dann der alternativen Route zustimmen, umbuchen oder von der Reise zurücktreten. In wenigen Fällen müsse die Fahrt komplett abgesagt werden, weil eine andere Route keinen Sinn ergeben hätte. Der Reisepreis werde dann zurückerstattet.

Auch bei A-Rosa Flussschiff kommt es nach Angaben des Veranstalters zu Anpassungen von Reiserouten. Bisher hätten die Reisen größtenteils stattfinden können, es gab jedoch auch komplette Absagen - bei Fahrten in Richtung Donau-Delta. Kunden haben dem Unternehmen zufolge in diesen Fällen Kompensationsangebote bekommen.

Reisepreis anteilig mindern

Wenn Reedereien wegen Niedrigwasser ihre Routen ändern müssen, bekommen Urlauber oft einen Teil des Geldes zurück. Konkret lässt sich der Reisepreis anteilig mindern, wenn bestimmte Stopps unterwegs und Ausflüge ersatzlos gestrichen werden müssen. Diese Ansprüche bestehen, obwohl der Anbieter nichts für niedrige Pegelstände kann. Fällt der Höhepunkt einer Reise absehbar aus, haben Kunden das Recht, vom Vertrag zurückzutreten. Dann gibt es das gesamte Geld zurück. (dpa)

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