Virunga-Nationalpark

Gorilla-Park im Kongo bleibt bis Jahresende geschlossen

Ein Berggorilla kaut Bambus - die vom Aussterben bedrohten Tiere haben im Virunga-Nationalpark eine Heimat gefunden.

Ein Berggorilla kaut Bambus - die vom Aussterben bedrohten Tiere haben im Virunga-Nationalpark eine Heimat gefunden.

Foto: Philipp Laage/dpa-tmn

Goma.  Die Berggorilla-Touren im Virunga-Nationalpark sind bei Touristen beliebt. Nach der Entführung zweier Briten bleibt das Areal geschlossen.

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >

Der für seine Berggorillas bekannte Virunga-Nationalpark im Ost-Kongo bleibt nach der Entführung von zwei britischen Touristen bis zum Jahresende geschlossen. Es brauche künftig "viel robustere Sicherheitsvorkehrungen", um den Park besuchen zu können, erklärte Direktor Emmanuel de Merode. "Das bedarf großer Investitionen und wird uns daran hindern, den Park dieses Jahr wieder für Touristen zu öffnen", erklärte der aus Belgien stammende de Merode am Sonntag. Die Sicherheit der Besucher habe höchste Priorität.


Der Park war am 14. Mai geschlossen worden, nachdem bei einem Angriff auf ein Touristenfahrzeug des Parks ein Ranger getötet und zwei britische Urlauber entführt worden waren. Sie kamen nach wenigen Tagen wieder frei. Urlauber, die im Park in den Hochwald zu den Berggorillas aufsteigen oder den Vulkan Nyiragongo besteigen, werden von bewaffneten Wildhütern begleitet. Die von Touristen besuchten Gebiete galten bislang als relativ sicher, obwohl im Gebiet des Parks zahlreiche Milizen aktiv sind. Den bewaffneten Gruppen geht es häufig um die Kontrolle der Bodenschätze des Gebietes. In diesem Jahr wurden bereits acht Ranger bei Kämpfen getötet.


Der rund 7800 Quadratkilometer große Virunga-Park liegt an der Grenze zu Uganda und Ruanda. In den drei Ländern leben neuesten Zählungen zufolge noch rund 1000 Menschenaffen (Gorilla beringei beringei). (dpa)

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >
Leserkommentare (0) Kommentar schreiben
    Aus der Rubrik