Reisebericht

Mit der MSC Meraviglia von Hamburg aus in eine andere Welt

Die Pseudokrater sind keine echten Vulkane

Die Pseudokrater sind keine echten Vulkane

Foto: Tammy Prondzinsky

Essen.  Seit April 2018 steuert die MSC Meraviglia von Hamburg aus die Nordatlantikinsel Island an. Und öffnet damit das Tor zu einer anderen Welt.

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Leise gleitet unser Schiff durch die spiegelglatte Nordsee. Am Horizont verschwimmt das Blau des Wassers mit dem des Himmels. Außer dem rhythmischen Meeresrauschen ist nichts zu hören. Unvorstellbar, dass wir uns in eben diesem Moment auf der MSC Meraviglia, einem der größten Kreuzfahrtschiffe der Welt, befinden. Der im Juni 2017 in Dienst gestellte Ozeanriese bietet bis zu 5714 Passagieren und 1536 Besatzungsmitgliedern Platz. In den nächsten elf Tagen werden wir gemeinsam mit knapp 4500 weiteren Urlaubern von Hamburg aus über Schottland bis nach Island und wieder zurück reisen. Wir sind froh, dass unsere Kreuzfahrt mit einem Seetag beginnt. So bleibt genug Zeit um das Schiff richtig zu erkunden.

Sobald wir unsere Kabine verlassen haben und uns auf den Weg zum Buffet-Restaurant machen, ist es auch mit der Ruhe vorbei. Am Pool sind bereits die ersten Liegen reserviert und einige Kinder haben sich in die kühlen Meerwasserbecken gewagt. Auf einer XXL-Leinwand werden Unterwasseraufnahmen von Korallenriffen gezeigt. Im Hintergrund ertönt leise Klaviermusik. Im Restaurant ergattern wir mit viel Glück einen der begehrten Fensterplätze. Die Auswahl am Frühstücksbuffet ist groß. Neben deutschem Frühstück mit Brot, Brötchen und Aufschnitt gibt es auch ein vielfältiges Angebot an britischen, amerikanischen und sogar asiatischen Spezialitäten. Wer hier nicht satt wird, ist selber Schuld.

Nach dem Frühstück steht ein Vortrag über unser erstes Reiseziel - die Oarkney-Inseln in Schottland - auf dem Programm. Anschließend bleibt genug Zeit um den Wasserpark mit Reifenrutschen und den Kletterparcours zu testen. Obwohl beides im Reisepreis inbegriffen ist, kommt es hier nicht zu Wartezeiten. Wer den Tag lieber ruhig verbringen möchte, kann dies im Spa-Bereich oder in einer der vielen Bars tun. Am Abend lädt das bordeigene Theater zu einer Vorstellung ein. Sänger und Tänzer sind erstaunlich gut ausgebildet und werden mit tosendem Applaus bedacht. Als wir zurück auf unsere Kabine kommen, hat der Zimmerboy bereits unser Bett aufgedeckt und die Vorhänge zugezogen.

Kirkwall: Eine Reise in die Vergangenheit

Gegen acht Uhr am nächsten Morgen erreichen wir das schottische Städtchen Kirkwall. Wir wollen den Ort auf eigene Faust erkunden und gehen nach dem Frühstück gleich von Bord. Am Hafen liegt Kartenmaterial in verschiedenen Sprachen bereit. Ein kostenloser Shuttle-Bus bringt uns ins Ortszentrum. Wir wollen uns als erstes die St.-Magnus-Kathedrale ansehen. Von der Bushaltestelle aus ist diese in knapp fünf Minuten zu Fuß zu erreichen. Direkt gegenüber der Kathedrale befindet sich das historische Rathaus der Stadt. Auch der Earl's Palace und der Bischofspalast befinden sich in direkter Nähe. Da wir fast als erstes von Bord gegangen sind, können wir uns die Sehenswürdigkeiten ganz in Ruhe ansehen. Anschließend verlassen wir das Stadtzentrum und erkunden die Umgebung. In die Wohnviertel der Stadt verirren sich nur wenige Touristen.

Als wir gegen Mittag ins Stadtzentrum zurückkehren, ist es deutlich voller geworden. In der kleinen Einkaufsstraße finden Touristen alles, was das Herz begehrt: Kitschige Mitbringsel und lokale Spezialitäten. Da die meisten Läden bereits sehr gut besucht sind, laufen wir weiter in Richtung Fischerhafen. Als wir an einer der klassischen roten Telefonzellen vorbei kommen erklärt ein Vater seinem Sohn, dass es früher noch keine Smartphones gab und die Menschen so miteinander telefonieren mussten. Wir müssen schmunzeln.

Vom Fischereihafen aus bietet sich uns ein grandioser Blick auf unser Kreuzfahrtschiff. Anschließend erkunden wir das Orkney-Museum mit seinem prachtvollen Garten. Der Museumseintritt ist kostenlos und wir sind überrascht, wieviel Geschichte den Besuchern dennoch geboten wird. Auch für Kinder gibt es einige Mitmach-Stationen. Gegen 14 Uhr machen wir uns auf den Rückweg zum Schiff.

Sobald wir in der Nacht die Nordsee verlassen und den Nordatlantik befahren, wird die See spürbar rauer. Gegen halb neun am nächsten Morgen passieren wir die Faröer-Inseln. Das letzte Stückchen Land für die nächsten 20 Stunden. Seegang und Wind nehmen immer mehr zu und so ist es an Deck schon bald herrlich leer. Obwohl die Außentemperaturen längst nicht mehr zum Verweilen am Pool einladen, vergeht die Zeit wie im Flug. Da wir für unseren übernächsten Landgang in Ísafjörður noch nichts geplant haben, wollen wir den von Bord organisierten Fahrrad-Ausflügen eine Chance geben. Obwohl wir uns sehr spontan für diesen Ausflug entscheiden, bekommen wir noch Plätze für die große Pedelec-Tour.

In Akureyri erwarten uns Trolle und Götter

Doch am nächsten Morgen geht es für uns zunächst in Akureyri an Land. Vom Sommer ist in Island nichts mehr zu spüren, die Temperaturen erreichen gerade einmal zwei Grad. Winterjacke und Regenschirm werden in den nächsten Tagen zu unseren treusten Begleitern. Für Akureyri haben wir eine achtstündige Bustour zu den Sehenswürdigkeiten der Region gebucht. Unser erstes Ziel: Der Godafoss-Wasserfall. Unser Tourguide Gunnar erklärt uns, dass der Wasserfall zu den bekanntesten Attraktionen Islands gehört. Nach der Übernahme des Christentums als Staatsreligion im Jahr 1000 n.Chr. soll der damalige Gesetzessprecher seine heidnischen Götterstatuen in den Wasserfall geworfen haben. Dieser erhielt daraufhin seinen Namen. Den Wasserfall selbst empfinden wir als enttäuschend: Er ist in der Realität längst nicht so imposant wie auf Fotos und Dauerregen und Touristenmassen laden nicht zum Verweilen ein. Daher geht es schon nach 30 Minuten weiter zum nächsten Punkt.

Als wir an den Pseudokratern am Mývatn-See ankommen, beginnt es zu schneien. Dennoch ist der Anblick beeindruckend und es ist schwer vorstellbar, dass es sich bei den perfekt geformten Hügeln nicht um echte Vulkane handelt. Da für diese Attraktion nur zehn Minuten eingeplant sind, können wir nur ein paar Fotos machen. Schade, denn das Gebiet schreit geradezu danach, erkundet zu werden.

Unser nächstes Ziel ist das Lavafeld "Dimmuborgir". Die aus Lava geformten Steine erinnern an Trolle und so ist es nicht verwunderlich, dass Gunnar uns eine passende Geschichte dazu erzählt: Der Sage nach feierten die Trolle ein großes Fest und vergaßen darüber die Zeit. Als am nächsten Morgen die ersten Sonnenstrahlen den Himmel erhellten, wurden alle Trolle, die sich noch nicht in ihren Häusern befanden, zu Stein. Anschließend führt uns Gunnar durch das riesige Areal. Wer sich nicht auskennt, kann hier leicht die Orientierung verlieren.

Nach einem kurzen Stopp bei den Schwefelfeldern von Namaskard geht es auch schon weiter zum Mittagessen. Vom Fosshotel aus bietet sich ein beeindruckender Ausblick auf den See Mývatn. Anschließend treten wir den Rückweg nach Akureyri an. Dort bekommen wir bei einer kurzen Stadtrundfahrt die wichtigsten Sehenswürdigkeiten des Ortes gezeigt.

Sportliches Abenteuer: Mit dem Pedelec durch den Eisfjord 

188 Seemeilen später erreichen wir Ísafjörður, den Eisfjord. Der Ort macht seinem Namen alle Ehre, die umliegenden Berge sind dicht mit Schnee bedeckt. Da unser Schiff nicht direkt im Hafen anlegen kann, müssen alle Passagiere tendern. Wir haben zum ersten Mal einen Fahrrad-Ausflug gebucht und treffen unsere Gruppe und Bikeguide David um halb neun an Bord. Nachdem alle Teilnehmer eingetroffen und die Fahrradhelme verteilt sind, machen wir uns auf den Weg zu den Tenderbooten. Es ist schon erstaunlich, wie viele Menschen in ein so kleines Boot passen. Nach etwa zehn Minuten Fahrzeit erreichen wir den Anleger von Ísafjörður. Hier erhalten wir unsere Fahrräder. Für uns ist es der erste Kontakt mit Pedelecs und wir sind gespannt, wie es uns gefallen wird. Nach einer kurzen Einweisung geht es auch schon los.

Wir fahren zunächst durch Ísafjörður, verlassen den Ort aber recht schnell über die Hauptstraße. Von dort aus bietet sich uns ein wundervoller Blick auf die MSC Meraviglia. Nach kurzer Zeit weichen wir auf eine ältere Nebenstraße aus. Hier gibt es zwar keine Autos aber dafür umso mehr Steine und Felsbrocken. An den Seiten ist die Straße immer wieder abgerutscht, sodass Konzentration gefragt ist. David versteht es perfekt, die Gruppe zu motivieren und anzuspornen. So wird aus einer einfachen Pedelec-Tour ein richtiges Abenteuer mit hohem Spaßfaktor. Obwohl sich Regen, Schnee und Sonne permanent abwechseln ist die Stimmung gut.

Nach etwa 16 Kilometern erreichen wir den Nachbarort. Hier bestaunen wir Kirche, Friedhof und Islandpferde. Auf dem Rückweg passieren wir ein altes Fischerhaus und zahlreiche kleine, mit Moos bedeckte Häuser, die wir uns genauer ansehen. Anschließend fahren wir zum Bunárfoss Wasserfall. Vor Ort haben wir die Möglichkeit, den Wasserfall bis zum ersten Absatz zu besteigen und ihn noch einmal aus einem ganz anderen Blickwinkel zu betrachten. Wir sind uns einig: David hat einen absoluten Traumjob. Als wir ihn darauf ansprechen, muss er grinsen.

Nach unserer Rückkehr zum Anleger können wir Räder und Helme bei David abgeben. Die Guides kümmern sich um den Rücktransport an Bord. Das verschafft uns Zeit, uns den kleinen Ort noch einmal genauer anzusehen. Einheimische sehen wir kaum, dafür umso mehr Touristen. Logisch, leben doch nur etwa 2500 Personen in Ísafjörður. Wir haben mit unserer Ankunft die Einwohnerzahl mal eben verdreifacht. Ísafjörður selbst ist ein eher tristes Fleckchen Erde. Immerhin gibt es hier endlich ein paar Bäume - in den letzten Tagen haben wir nicht allzuviele gesehen. Außerdem haben die Anwohner versucht mit ihren bunten Häusern ein wenig Farbe in die sonst eher eintönige Landschaft zu bringen. Auch die Vorgärten sind teils liebevoll gestaltet. Hier und da kämpft sich ein Blümchen durch den braunen Boden.

Unterwegs im geografischen Niemandsland

Unser nächstes Ziel ist die isländische Hauptstadt Reykjavik. Da wir uns hier zwei Tage aufhalten werden, haben wir keine Tour von Bord geplant. Wir wollen uns an Land überraschen lassen, was uns die Region zu bieten hat. Im Hafen steuern wir daher direkt die kleine Touristeninformation an. Man empfiehlt uns eine Tour durch den Golden-Circle. Für umgerechnet 50 Euro pro Person kann man unserer Meinung nach nicht viel falsch machen und da es mal wieder in Strömen regnet, buchen wir die achtstündige Bustour. Unser Guide Daniel verteilt Kopfhörer und Tablets. Auf diesen wird die Route via GPS angezeigt und während der Fahrt erhalten wir so immer wieder Informationen zu Geschichte und Landschaft.

Unser erster Stopp ist der Þingvellir Nationalpark. Hier sind die nordamerikanische und die eurasische Kontinentalplatte so weit auseinander gedriftet, dass man sich nach wenigen Schritten im geologischen Niemandsland befindet. Anders als bei der von Bord organisierten Bustour in Akureyri haben wir dieses Mal ausreichend Zeit uns das Gebiet anzusehen. Obwohl der Regen uns schon nach wenigen Minuten vollkommen durchnässt hat, treten wir eine kurze Wanderung zwischen den Kontinentalplatten an. Das Gebiet ist schon bei schlechtem Wetter dermaßen beeindruckend, dass wir uns gar nicht vorzustellen vermögen, wie seine Wirkung bei Sonnenschein ist. Majestätisch erhebt sich die nordamerikanische Kontinentalplatte über dem Fluss, der sich aufgrund des starken Regens inzwischen in einen reißenden Strom verwandelt hat. Und wagt man sich auf die kleinen, matschigen Pfade abseits des Hauptweges, begegnet man schon bald keinen Touristen mehr.

Unser nächstes Ziel sind die Geysire. Zum Glück sind diese etwa 40 Minuten vom Nationalpark entfernt, sodass wir uns im Bus aufwärmen und unsere nasse Kleidung trocknen können. Auf dem Weg zur nächsten Attraktion erzählt uns Daniel, der eigentlich kein Deutsch spricht, dass sein deutsches Lieblingswort "Staubsauger" ist. Als er unsere fragenden Gesichter sieht erklärt er, dass er als Kind ein großer Fan der Teletubbies war und es ihm vor allem Nono - der Staubsauger - angetan hatte. Bei den Geysiren angekommen, erwarten uns schon zahlreiche weitere Reisebusse. Dennoch können wir das beeindruckende Naturschauspiel genau beobachten.

Anschließend machen wir uns auf den Weg zum Gullfoss-Wasserfall, unserem letzten Stopp. Daniel erklärt uns, dass wir es einzig Sigríður Tómasdóttir zu verdanken haben, dass wir den Wasserfall auch heute noch in seiner ganzen Pracht bestaunen können. In den 1920er Jahren wollte eine englische Gesellschaft den Wasserfall pachten und dort ein Elektrizitätswerk errichten. Der Vertrag war bereits geschlossen als Tómasdóttir drohte, sich in den Wasserfall zu stürzen. Aufgrund einer zu spät bezahlten Pacht konnte der Vertrag schließlich aufgehoben und der Wasserfall gerettet werden. Trotz der erneuten Touristenmassen beeindruckt uns der Gullfoss wesentlich mehr als der Godafoss in Akureyri. Er wirkt viel größer und gewaltiger als der Godafoss.

Sightseeing in Reykjavik

Den zweiten Tag in Reykjavik wollen wir dazu nutzen, uns die Hauptstadt anzusehen. Da unser Schiff etwas abseits liegt, bietet die Reederei einen kostenpflichtigen Shuttlebus ins Stadtzentrum an. Dieser ist uns mit rund 25 Euro pro Person viel zu teuer und so laufen wir die etwa vier Kilometer in die Stadt. Eine gute Entscheidung, denn ein geteerter Weg führt direkt am Wasser entlang nach Reykjavik. Da sich die Sonne ausnahmsweise einmal zeigt, bietet sich uns ein wunderschöner Blick auf die Skyline.

Reykjavik selbst ist die perfekte Mischung aus moderner Großstadt und traditioneller Kleinstadt. Die neueren Hochhäuser fügen sich nahtlos in das Stadtbild ein ohne fehlplatziert zu wirken. Uns überrascht, dass es in der mit rund 120.000 Einwohnern doch eher kleinen Stadt so viele Kirchen gibt, die an einem Sonntag auch noch derart gut besucht sind, dass die vielen Parkplätze kaum ausreichen. Daniel hat uns erst gestern noch erzählt, dass nur etwa zehn Prozent der Stadtbewohner sonntags regelmäßig in die Kirche gehen. Das können wir nun kaum glauben.

Der Stadtkern erinnert uns sehr an eine amerikanische Kleinstadt. Es gibt viele Pubs, Bars und Burgerrestaurants. Ein besonderes Highlight ist ein kleines Geschäft, das ausschließlich Weihnachtsdekoration verkauft. Bei entsprechender Musik und den eisigen Außentemperaturen macht sich sofort Weihnachtsstimmung breit. Nachdem wir uns auch die anderen Geschäfte angesehen haben, machen wir uns langsam auf den Rückweg zum Schiff.

Letzter Halt: Invergordon 

Nach einem weiteren, sehr rauen Seetag erreichen wir zwei Tage später Invergordon. Da das berühmte Loch Ness nicht weit entfernt ist, haben wir für diesen Stopp im Vorfeld einen Ausflug gebucht. Die Ankunft in Schottland gleicht der Rückkehr in eine andere Welt. Nicht nur, dass es deutlich wärmer ist als in Island, es ist auch viel farbenprächtiger. Überall blühen Blumen, Sträucher und Felder. Unser erstes Ziel ist das Cawdor Castle. Nach einer kurzen Besichtigung des noch vollständig eingerichteten Gebäudes zieht es uns in die prachtvollen Gärten des Anwesens. In der Nähe begeistert ein Dudelsackspieler die Touristen mit traditioneller schottischer Musik.

Anschließend fahren wir nach Inverness. Hier haben wir ausgiebig Zeit die Stadt zu erkunden bevor wir unseren Weg zum Loch Ness fortsetzen. Bevor es runter zum See geht, dürfen wir uns im Besucherzentrum noch einen kurzen Film über die Geschichte des Urquart Castle ansehen. Als sich am Ende der Vorhang im Zuschauerraum öffnet und den Blick auf die Burgruine freigibt, ist die allgemeine Begeisterung groß. Nun haben wir ausreichend Zeit die Ruine zu besichtigen und das Seeungeheuer Nessi zu rufen.

Auf dem Rückweg rät uns Reiseleiterin Angela, beim Auslaufen am Abend nach Delfinen Ausschau zu halten. Delfine sehen wir zwar nicht, dafür können wir einige Robben beobachten.

Auch die schönste Reise hat ein Ende

Den letzten Seetag nutzen wir dazu, noch einmal alle Attraktionen an Bord auszuprobieren. Als wir uns am Abend von Bikeguide David verabschieden rät er uns, am nächsten Morgen das Einlaufen in Hamburg zu beobachten. Vor allem den Stadtteil Blankenese sieht man aus dieser Perspektive nicht alle Tage. Wenn wir um fünf Uhr aufstehen müsste das reichen. Trotz der frühen Uhrzeit klingt dieser Tipp verlockend.

Gegen Mitternacht erreichen wir Cuxhaven und fahren in die Elbe ein. Leider bekommen wir wegen der Dunkelheit kaum etwas mit. Als wir viereinhalb Stunden später aufwachen, sind wir bereits in Hamburg. Die Meraviglia hat die Elbstrecke deutlich schneller zurückgelegt als gedacht. So haben wir zwar den Stadtteil Blankenese verpasst, bekommen aber noch den Sonnenaufgang über der Stadt mit. Wir sind erstaunt, wie viele Mitreisende sich zu dieser Uhrzeit bereits an Deck versammelt haben. Der Anblick der noch schlafenden Großstadt ist der gelungene Abschluss einer wundervollen Reise.

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