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MECKLENBURG-VORPOMMERN

Südseefeeling und Urwaldabenteuer auf Fischland-Darß-Zingst

Eine Segeltour mit Zeesenbooten schafft eine neue Perspektive auf die Ostsee und ihre Küste.

Eine Segeltour mit Zeesenbooten schafft eine neue Perspektive auf die Ostsee und ihre Küste.

Foto: TMV/Grundner

Essen.   Aktiv in der Natur: Fischland-Darß-Zingst setzt auf Vielfalt am, im und rings um das Meer. Die Halbinsel lockt mit Exotik direkt vor der Haustür.

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Copacabana, Miami Beach, Prerow. Der ungezähmte Prerower Weststrand gehört für den TV-Sender Arte zu einem der „20 schönsten Strände der Welt“. Gleich dahinter fängt der Urwald an. Bockkäfer surren unter dem sattgrünen Blätterdach, knorrige Buchen knarzen im Wind. Was nach Exotik klingt, liegt direkt vor der Haustür: Karibischer Sand oder wildromantische Moore – die Halbinsel Fischland-Darß-Zingst hält jede Menge Abenteuer in der urwüchsigen Natur zwischen Ostsee und Bodden bereit.

Bunt aufgereihte Strandkörbe im weißen Sand sind der Inbegriff von Urlaub in Mecklenburg-Vorpommern. Am Sieben-Kilometer-Strand im Ostseebad Dierhagen kann man etwa wunderbar die Füße in den feinen Sand strecken und bei einem Glas Rotwein bis zum Sonnenuntergang das Meeresrauschen genießen. Im oder am Wasser lässt es sich aber nicht nur entspannen – am Sportstrand von Prerow formen Meer und Wind lebenslange Leidenschaften: mit besten Bedingungen für Wind- und Kitesurfer vom Anfänger bis zum Profi. Die vielseitige Landschaft des Nationalparks Vorpommersche Boddenlandschaft entdeckt man allerdings besser etwas entschleunigter, beim Stand-up-Paddling auf der Ostsee oder relaxten Familien-Paddeln auf dem ruhigen Barther Bodden.

Düne, Heide, Moor und Windwatt

Und was es hier alles zu sehen gibt! Düne, Heide, Moor und Windwatt unterliegen im größten Nationalpark an Deutschlands Ostseeküste der ständigen Veränderung. Und die Lagunen der Ostsee, die Bodden, sind Heimat einer einzigartigen Tier- und Pflanzenwelt. Auf besondere Art kommen ihnen Urlauber bei einer Segeltour mit dem Zeesenboot nahe. Im ehemaligen Fischerdorf Wieck liegt der Heimathafen einiger der restaurierten alten Holzfischerboote: Fast geräuschlos gleitet die „FZ 52 Marie-Luise“ übers Wasser. Die Ruhe auf dem Bodden wird nur von Skipper Rudolf Hinrich unterbrochen, der den kleinen Gästen sein Seemannsgarn erzählt, während sich die großen selbst als Kapitän versuchen.

Auch an Land hat der Nationalpark viel zu bieten. Im Darßwald, der ganz ursprünglich wuchert und wächst, stehen die Kiefern gebeugt vom Küstenwind, der Duft von Holz und Wildblumen mischt sich mit der Seeluft, durch Laub und Farn rascheln Füchse und Wild. Bis ans Meer reicht der märchenhafte Urwald, in dem sich Wander-, Rad- und Reitwege kreuzen – auf den Wiesen rings um Born, Prerow und Wieck warten schon die Pferde, mit denen man von Oktober bis März sogar an den Strand darf.

Nur durch Dünen vom Strand getrennt, bietet auch das Ribnitzer Große Moor geheimnisvolle Exkursionspfade und seltene Lebewesen.

Gewaltiges Dünenfeld

Eine Birkenallee führt um den stillen Moorsee, der Waldboden ist mit Preiselbeeren bedeckt. Besonders farbenfroh geht es hier im Frühjahr zu: Zur Laichzeit erstrahlen die Moorfrosch-Männchen für wenige Tage in leuchtendem Blau – während ihrer Wanderung sowie von Mai bis Oktober bieten das Forstamt der Gemeinde Ribnitz-Damgarten und die Kurverwaltung des benachbarten Ostseeheilbads Graal-Müritz Naturführungen in das 6000 Jahre alte Hochmoor an.

Einen traumhaften Überblick über die Naturschönheiten von Fischland-Darß-Zingst verschafft man sich übrigens von der Hohen Düne. Mit dem Rad geht es von Zingst über den Deich bis zur Ostspitze der Halbinsel. Hier türmt sich der Sand bis zu 14 Meter hoch und bildet das gewaltigste Dünenfeld der südlichen Ostsee – von der Aussichtsplattform kann man dann See- und Watvögel beim Brüten beobachten, Kraniche fliegen am Himmel, frische Luft und Stille bis nach Hiddensee.

Inspiration für Künstler

Das besondere Licht über dem Meer hat schon immer Künstler inspiriert: Zingst ist zum Fotografen-Mekka geworden, die Künstlerkolonie Ahrenshoop zieht seit jeher Landschaftsmaler magisch an. Heute wandert und radelt man hier über einen neuen Kunstpfad auf den Spuren der Maler, entdeckt die Orte, an denen ihre Werke entstanden, und spürt die Originale anschließend im Kunstmuseum Ahrenshoop auf.

Vielleicht inspiriert das einmalige Landschaftsmosaik aus Steilufer und Dünen, Wiesen und Wäldern, Meer und Bodden ja auch zum kreativen Mitmachen – so kann man am Ende sogar ein kleines Stück Fischland-Darß-Zingst mit nach Hause nehmen.

>>> Info

Infos und Vermittlung zu Übernachtungen (keine Buchungen) beim Tourismusverband FDZ, Tel. 038324/64 00, www.fischland-darss-zingst.de

Tourismusverband Mecklenburg-Vorpommern, Tel. 0381/4 03 05 00, www.auf-nach-mv.de

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